Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

stuhlorangerlen_az.jpg

Auch im Main-Kinzig-Kreis sind Veranstaltungen und Aktionen geplant, die auf das Thema aufmerksam machen und die Menschen sensibilisieren sollen. Ein orangener Stuhl mit angehängten Infobroschüren steht in den Eingangsbereichen der städtischen Einrichtungen und soll auf die Problematik der häuslichen Gewalt aufmerksam machen. Bürgermeister Stefan Erb (SPD) nahm ihn gemeinsam mit Erster Stadträtin Birgit Behr (CDU) und der Frauenbeauftragten der Stadt, Melanie Menke, entgegen. Auch das Rathaus wird am Donnertagabend in Orange erstrahlen.

ImageDie Idee mit dem orangenen Stuhl hatte Grit Ciani, Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte des Main-Kinzig-Kreises, die die Stühle in die Stadtverwaltungen lieferte. Zudem wird erstmalig an dem Gedenk- und Aktionstag am Donnerstagabend die Fassade des Rathauses in Orange ausgeleuchtet. Damit soll an jene Frauen im Main-Kinzig-Kreis erinnert werden, die 2021 durch häusliche Gewalt ihr Leben verloren haben. „Unsere Botschaft lautet: Ganz gleich, ob in der Familie, am Arbeitsplatz oder in der Nachbarschaft, es ist wichtig hinzuschauen. Gewalt ist keine Privatsache“, so Grit Ciani.

Hintergrund: Im Main-Kinzig-Kreis ist es 2020 zu 482 polizeilichen Einsätzen in Zusammenhang mit häuslicher Gewalt gekommen. Zwei Frauen wurden getötet. Es gab ein versuchtes Tötungsdelikt. In diesem Jahr wurden bereits drei Frauen getötet. Grit Ciani dazu: „Die Dunkelziffer ist viel höher. Es handelt sich dabei nur um jene Fälle, in denen die Polizei alarmiert wurde beziehungsweise involviert war.“ Wie Brigitte Machnitzke berichtete, sei das Frauenhaus Wächtersbach stets voll belegt. „In diesem Jahr bieten wir 21 Frauen und 23 Kindern eine geschützte Unterkunft.“ Viele von ihnen seien länger in der Unterkunft geblieben als geplant, weil es während der Pandemie besonders schwierig sei, eine Wohnung zu finden. Wie sie weiter ausführte, werde das Beratungsangebot des Vereins „Frauen helfen Frauen“ nach wie vor sehr gut angenommen: „Unsere Termine sind ziemlich ausgebucht und wir sind froh, dass wir Frauen, für die wir keinen Platz im Frauenhaus haben, auf diese Weise tatkräftig unterstützen können.“

Info: Die Aktion geht auf die weltumfassende UNESCO-Kampagne „Orange the world“ zurück, die sich gegen Gewalt gegen Frauen und Mädchen richtet. Es wurden zum Beispiel orangefarbene Baumwollbeutel mit dem Logo von ‚Terre des Femmes‘ produziert, die kostenfrei in Geschäften zu haben sind. Der Main-Kinzig-Kreis wiederum weist mit orangefarbenen Stühlen, von denen jeweils einer – mit Flyern bestückt – in den Rathäusern im Kreisgebiet aufgestellt wird, auf das Thema hin. Jede vierte Frau in Deutschland hat Gewalterfahrung. „An jedem Tag versucht ein Mann seine Partnerin zu töten, an jedem dritten Tag wird eine Frau von einem Partner oder Ex-Partner getötet. Das bedeutet: Jede von uns kennt eine Betroffene, selbst wenn die Gewalt unentdeckt bleibt“, betonte Grit Ciani. Deshalb rufen die drei Organisatorinnen Betroffene, aber auch Menschen aus dem Umfeld von Betroffenen auf, sich an Beratungsstellen zu wenden und Hilfe in Anspruch zu nehmen. Es sei wichtig, Frauen zu vermitteln, dass sie Stopp sagen können, anstatt Gewalt zu erdulden.

Von Gewalt betroffene Frauen finden hier Hilfe:
⦁ Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen (kostenfrei): 08000 116 016 oder ⦁ www.hilfetelefon.de/beratung-fuer-frauen.html
⦁ Verein Frauen helfen Frauen eV., Frauenberatungsstelle Wächtersbach: ⦁ Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! und Telefon: 0 60 53 708757 oder 0 60 53 49 87
⦁ Unter dem Stichwort „Hilfe und Beratung für Menschen mit Gewalterfahrung“ auf der Homepage des Main-Kinzig-Kreises: ⦁ www.mkk.de

Foto:. „Orange the world“ - Die Farbe Orange soll auf das Thema „Gewalt an Frauen und Mädchen“ aufmerksam machen. Dieser orangene Stuhl bietet Infomaterial und wird in den nächsten Wochen in verschiedene Foyers der Stadtverwaltung gestellt. Auf dem Foto: (v.l.n.r.) Grit Ciani, Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte des Main-Kinzig-Kreises, Erste Stadträtin Birgit Behr, Bürgermeister Stefan Erb und Melanie Menke, Frauenbeauftragte der Stadt Erlensee. Foto: Petra Behr



PS: Sind Sie bei Facebook? Werden Sie Fan von VORSPRUNG!

Anzeige
Anzeige

online werben

Anzeige

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

vogler banner

Anzeige

vogler banner

Anzeige

Online Banner 300x250px MoPo 2