„So ein großes, zusammenhängendes Grundstück habe ich noch nie verkauft“ entwich es dem Vertreter der Bundesanstalt für Immobilien Aufgaben (BIMA), Holger Kraft.
„So ein großes, zusammenhängendes Grundstück habe ich noch nie verkauft“ entwich es dem Vertreter der Bundesanstalt für Immobilien Aufgaben (BIMA), Holger Kraft.

Der Notar beschrieb ebenfalls die Außergewöhnlichkeit des vorliegenden Projektes: „Auch mir ist es ein Novum, ein so großes Stück Gelände zu verhandeln. Aber die vorbereiteten Dokumente waren bis ins Detail stimmig und Bestimmungen ermöglichen es beiden Seiten, den Fliegerhorst nutzbringend zu entwickeln.“
Um 11.00 Uhr waren die Vertragsparteien zusammen gekommen, um das Vertragswerk noch einmal mit Notar durchzugehen und eine Stunde später war es geschafft: Die etwa 100 Hektar des bebauten Teiles des Gesamtgeländes von etwa 230 ha waren in den Besitz des Zweckverbandes übergegangen .
Ein historischer Moment in der Geschichte und weiteren Entwicklung der beiden Kommunen Bruchköbel und Erlensee! „Wisst ihr, dass das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland auch am 23. Mai verabschiedet wurde?“, fragte ein Mitglied des Teams Fliegerhorst im Erlenseer Rathaus seine Kollegen. So geschichtsträchtig ist der Termin dann am 23. Mai 2013 auch für uns!“
Ähnlichkeiten lassen sich, ohne zu übertreiben, zweifellos feststellen: Auch das Grundgesetz war am Anfang ein Kompromiss, in Worte gefasst und auf Papier geschrieben – aber mehr auch nicht. Das Vertragswerk musste sich in der Realität beweisen, die Bürgerinnen und Bürger mussten es verinnerlichen und durch ihr Verhalten gemäß den im Vertrag genannten Richtlinien ihr Zusammenleben friedlich organisieren und die Bestandteile des Vertrages „zum Leben erwecken“. Nicht nur weil sie es befolgen mussten, sondern weil sie die Vorgaben annahmen, akzeptierten und verinnerlichten.
„Wir haben heute im Namen des Zweckverbandes als Bürgemeister diesen Vertrag unterschrieben. Viel intensive Koordination und Arbeit ist dem vorausgegangen. Aber allen Beteiligten ist völlig bewusst, dieses Großprojekt ab jetzt von jedem das Äußerste abverlangen wird: „Die Mitnahme der Bürgerinnen und Bürger für diesem Konversionsprozess durch Info-Veranstaltungen und Medienarbeit zu gewährleisten, das Finden von guten Investoren mit fairen Arbeitsplätzen bei gleichzeitigem Bau neuer Verbindungsstraßen, Kanalsysteme und Netzwerkverbindungen, das wird uns alle fordern!“ sagt Bürgermeister Stefan Erb voraus und gibt den Rahmen vor. Bürgermeister Günther Maibach ergänzt: „Der Anfang ist jetzt gemacht. Der Zweckverband hat sich bewährt, alle Beteiligten in Politik und Verwaltung haben hervorragend zusammen gearbeitet. Nur diese solide Zusammenarbeit ist auch in Zukunft die Basis, um die Vision eines für alle Bürgerinnen und Bürger „segenbringenden“ Entwicklung des Fliegerhorstes zu stemmen. Dieses riesige Stück Konversionsgelände, eines der größten in Hessen, birgt alle Chancen, sich positiv auf die gesamte Region auszuwirken. Eine Herkulesaufgabe für beide Städte! Lassen Sie uns alle gemeinsam für dieses Ziel hart arbeiten!“
Foto (von links): Günther Maibach, Holger Kraft, Stefan Erb.
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