Seniorenbeirat: Workshop zur Sturz-Prophylaxe sehr gut besucht

Erlensee
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Circa 60 Besucher folgten der Einladung des Seniorenbeirates zum Workshop „Sturzprophylaxe im Alltag“, der im Evangelischen Gemeindehaus in Rückingen stattfand.

Die Heilpraktikerin und gelernte Krankenschwester Petra Spatz aus Erlensee erklärte hier sehr anschaulich, wie sich Seniorinnen und Senioren im Alltag verhalten sollten, um auch im Alter gesund und vital zu bleiben. Einige anwesende Seniorinnen schilderten zu Beginn der Veranstaltung ihre Sturzerlebnisse, wie es dazu gekommen war und wie sie ausgingen. Die meisten sind „mit einem blauen Auge“ davongekommen. Petra Spatz gab während der 2-stündigen Veranstaltung wertvolle Tipps für zu Hause: Festes Schuhwerk und keine offenen Schlappen tragen. Teppiche nicht im Durchgangsbereich legen. Rutschfeste Fußmatten und Haltegriffe im Bad seien sehr wichtig. Ein Hocker oder ein Toilettenstuhl sind ebenso wertvolle Hilfsmittel, die unter Umständen auch von den Krankenkassen bezahlt werden.

Wer ein Gäste-WC betritt, dessen Tür nach innen geöffnet wird, sollte sie lieber offen stehenlassen. Denn wer in einem kleinen Raum stürzt, sei in Lebensgefahr, weil mit dem am Boden liegende Körper die Tür versperrt ist. Sturzgefährdete sollten sich beim Aufstehen mehr Zeit nehmen, denn oft ist ein plötzlich auftretender Schwindel der Grund, ins Straucheln zu geraten. Wer besonders sturzgefährdet ist, testete die Heilpraktikerin anhand eines Reflex-Testes am Knie. Wer es nicht schaffte, sich in 10 Sekunden 5 mal hintereinander vom Stuhl zu erheben, der sei ebenso sturzgefährdet. Im Alter sei es wichtig, genügend zu trinken und nicht in einen unterzuckerten Zustand zu geraten. 1,5 bis 3 Liter Wasser oder Tee am Tag empfahl die Expertin.

Ein gutes Gehör sei ebenfalls nicht zu unterschätzen, um Gefahren, insbesondere im öffentlichen Raum, frühzeitig zu bemerken. Wer einen Rollator zur Fortbewegung braucht, der sollte ihn auch benutzen. „Das ist ein Luxus, den wir schätzen sollten“, so Petra Spatz. Wer einmal ins Straucheln kommt, der sollte sich Halt suchen, bewusst tief durchatmen und dann Hilfe holen. Mit einer Testperson zeigte sie den Zuschauern, wie man eine betroffene Person bei auftretendem Schwindel und bei einem Sturz richtig unterstützen kann, ohne sich selbst dabei zu überfordern. Zum Abschluss gab es noch praktische sogenannte kinesiologische Übungen um die Durchblutung im Kopf, in Kniegelenken und Beinen zu fördern. Am Ende des Workshops gab es vom Publikum viel Applaus für den kurzweiligen Nachmittag mit wertvollen Tipps.

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Circa 60 Seniorinnen und Senioren lauschten den Erläuterungen der Heilpraktikerin Petra Spatz. Fotos: Petra Behr


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