Zweckverband Fliegerhorst setzt auf zügige Weiterentwicklung

Langendiebach

Am 30. Januar 2013 tagte der Zweckverband Fliegerhorst Langendiebach, der im Oktober 2011 gegründet wurde, um für die Städte Erlensee und Bruchköbel ca. 95 Hektar des ehemaligen Militärgebiets Fliegerhorst gewinnbringend zu vermarkten.

VORSPRUNG - Anruf genuegt

horst fliegerhorst flieger1Im Rahmen des Zweckverbandes findet eine enge interkommunale Zusammenarbeit der beiden Kommunen statt. Denn: Die 95 Hektar des Fliegerhorstes werden voraussichtlich im Frühjahr von der derzeitigen Eigentümerin, der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA), an den Zweckverband verkauft werden. „Durch die in der Sitzung in großer Mehrheit gefassten Beschlüsse besteht nun eine solide Grundlage, um die Entwicklung des Geländes in großen Schritten voranzubringen“, so die Vorsitzenden des Zweckverbandes, Bürgermeister Günter Maibach und die Erlenseer Erste Stadträtin Birgit Behr.

Die Abgeordneten des Zweckverbands beschlossen nach einer ausführlichen Diskussion einen Antrag auf Änderung des Regionalen Flächennutzungsplans für den Bereich des ehemaligen Fliegerhorstes Langendiebach beim Regionalverband Frankfurt-Rhein-Main zu stellen. Der 2010 beschlossene Regionale Flächennutzungsplan, der bisher die Planungsgrundlage des Zweckverbandes darstellte, muss aus Sicht des Verbands zwingend geändert werden, um die vorgesehene Gewerbe- und Logistiknutzung sinnvoll auf dem Gebiet umzusetzen zu können. Das Gebiet für die geplante Freizeitnutzung ist hiervon nicht betroffen.
Im zweiten Tagesordnungspunkt wurde die Aktualisierung des Aufstellungsbeschlusses des ersten von drei Bauabschnitten in dem für Logistik- und Gewerbenutzung vorgesehenen Bereich verabschiedet. Hier stehen keine Überprüfungen des Denkmalschutzes mehr aus, so dass diese Entscheidung bereits getroffen werden konnte. Über den Aufstellungsbeschluss des zweiten und dritten Bauabschnitts kann erst entschieden werden, wenn die Untersuchungen des Denkmalschutzes auf diesen Teilbereichen abgeschlossen sind und damit der Rahmen feststeht, in dem der Zweckverband hier baulich agieren darf.
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Eine weitere wichtige Entscheidung, die mehrheitlich getroffen wurde, war die Einrichtung eines Treuhandkontos für den Zweckverband und deren Vergabe an einen externen Dritten. Ab sofort verfügt der Verband über ein professionelles Finanzmanagement, denn die gewählte Institution verwaltet das Vermögen des Zweckverbands und übernimmt alle notwendigen finanziellen Handlungen. Insbesondere im Hinblick auf den im Frühjahr geplanten Kauf der Fläche von der BIMA ist der Zweckverband nun auch aus finanzieller Sicht handlungsfähig.

„Der positive Verlauf der Sitzung am 30.Januar, bei dem mehrheitlich die wichtigen und notwendigen Entscheidungen für eine zügige Weiterverfolgung unserer Planungen getroffen wurde, freut uns sehr. Wieder sind wir unserem Ziel die Region mit 2000 bis 3000 neuen Arbeitsplätzen, die aus den geplanten Neuansiedlungen entstehen sollen, zu stärken, einen Schritt näher gekommen. Es ist noch viel zu tun, aber wir sehen den nächsten Monaten, in denen wir das Gebiet von der BIMA kaufen und attraktive Flächen an hochwertige Investoren verkaufen werden, gespannt entgegen,“ so der Vorstand des Zweckverbands, bestehend aus Bürgermeister Günter Maibach und Birgit Behr, die als Erste Stadträtin von Erlensee interimsmäßig den erkrankten Bürgermeister, Stefan Erb, vertritt.

Foto: Luftaufnahme des ehemalige Militärgebiet Fliegerhorst Langendiebach. In der Mitte ist das historische, zu erhaltende, Dreieck zu sehen.

Foto: Sitzung des Zweckverbands Fliegerhorst Langendiebach am 30.1.2013 im Stadtverordnetensitzungssaal Bruchköbel.


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