„Goodbye Elterntaxi“ war voller Erfolg

Langendiebach
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Mit „Goodbye Elterntaxi“, seiner mittlerweile 15. bundesweiten Clubinitiative zur Verkehrssicherheit, appelliert der ACE, Deutschlands zweitgrößter Autoclub, aktuell an alle Familien mit Kindern im Vor- und Grundschulalter, das Elterntaxi möglichst stehen zu lassen.

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Ziel der Aktion ist es, Unfallgefahren im unmittelbaren Schulumfeld zu vermeiden und Kindern die Chance zu geben, selbständig sicher unterwegs zu sein.

Ehrenamtliche des ACE-Kreises Main-Kinzig & Wetterau checkten dazu am Aktionstag in Erlensee vor der Grundschule Langendiebach den morgendlichen Bringverkehr. Bürgermeister Stefan Erb, war als Schirmherr zusammen mit dem Fachbereichsleiter Marc Schilling und Ortspolizist Andreas Häfner von der Stadtverwaltung Erlensee bei der Aktion „Goodbye Elterntaxi“ dabei. Die Vertreter vom ACE, Hermann Stiegler und Anton Hofmann, Vorsitzender und Pressesprecher des ACE-Kreises Main-Kinzig & Wetterau sowie die Schulleiterin Tatjana Bommer und die Vertreter der Stadt Erlensee zeigten sich über das Ergebnis mehr als erfreut. Es kann sich sehen lassen: Weit weniger als der Hälfte  der Kinder, die hier morgens zur Schule kommen, wurden mit dem elterlichen Auto gebracht. Darüber hinaus verhielten sich Autofahrerinnen und Autofahrer im nahen Umfeld der Schule überwiegend rücksichtsvoll und regelkonform.

Volker Schork fasste die Zählungsergebnisse wie folgt zusammen: „Die Beobachtungen des heutigen Tages stimmen uns positiv. Darüber, wie wichtig Rücksichtnahme gegenüber den schwächsten Verkehrsteilnehmern ist, scheint man sich in Erlensee/Langendiebach bewusst zu sein. Mit Blick auf die Zahl der Schülerinnen und Schüler, die ohne Auto ihren Schulweg zurücklegen, kann man die Eltern loben. Hier bekommen Kinder die Chance, Sicherheit im Straßenverkehr zu erlangen, durch ganz praktisches Üben – zu Fuß, mit dem Rad und in der Gemeinschaft.“

Kinder bei Eigenständigkeit unterstützen

Hintergrund der ACE-Aktion sind die vielerorts zu beobachtenden, riskanten Park- und Wendemanöver der Elterntaxis, einhergehend mit zu viel Verkehr vor Schulen, der die Unfallgefahr für Kinder erhöht. Die Feststellung mussten die Vertreter vom Autoclub auch in Langendiebach machen. Obwohl die ACE-Vertreter mit ihren roten Anoraks und die Vertreter vom Ordnungsamt mit den gelben Warnwesten erkennbar waren, haben von den 33 Fahrzeugen 8 Autofahrer auf dem Gehsteig geparkt oder sogar auf der Fahrbahn neben der ausgeschilderten Bringzone sowie direkt vor der Ampel (ohne Abstand) ihre Kinder aussteigen lassen. Weitere wurde beobachtet, dass 33 von 39 Schulkindern richtig ausgestiegen sind. Aber 23 Prozent, d.h. 6 Schulkinder, ließen die Autofahrer falsch - z. B. mitten auf der Straße oder auf dem Gehsteig parkend – aussteigen. Diese Gefahrensituation sollte in Zukunft vermieten werden. Dazu wäre es hilfreich die Bring- und Holzone in den angezeigten Zeiten nicht verkehrswidrig zugeparkt werden. Die Vertreter vom Ordnungsamt versicherten, dass sie in nächster Zeit Kontrollen in Zivil durchführen werden um die Sicherheit für die Schulkinder zu erhöhen. Vorschlag der ACE-Vertreter: Das Piktogramm Bring- und Holzone auf den Straßenbeleg aufbringen.

Währenddessen bleiben die zu erlernende Verkehrskompetenz und die gesunde Bewegung für die Kinder auf der Strecke. Der ACE will deutschlandweit auf die Fakten aufmerksam machen und bei Eltern das Bewusstsein schärfen, wie wichtig es ist, aktiv Erfahrungen im Straßenverkehr zu sammeln. „Auf dem Rücksitz eines Autos können Kinder keine Sicherheit im Straßenverkehr erlernen. Das wollen wir verdeutlichen und Eltern dazu auffordern, sich Zeit zu nehmen, um mit ihrem Nachwuchs gemeinsam im Straßenverkehr zu üben – am besten zu Fuß. Wenn der Weg zu lang ist, sollten die Schüler zumindest die letzten 500 Meter eigenständig zurücklegen“, erläutert Volker Schork, ACE Regionalbeauftragter in Hessen.

Für Eltern und Kinder entstehen vielfältige Chancen: Freundschaften werden geschlossen und Ängste sowie Bewegungs- und Koordinationsdefizite abgebaut. Und auch Eltern wird geholfen, ihre Angst um das eigene Kind abzubauen. Wer seinem Kind möglichst viel abnehmen möchte, beraubt es wertvoller Erfahrungen und Trainingssituationen. Die ACE-Aktion „Goodbye Elterntaxi“ will aufklären, helfen und unterstützen.

Mehr als 1.000 Schulwegmaßnahmen bislang

Mit weit über 1.000 Schulweg-Maßnahmen des ACE konnten bundesweit in den vergangenen Jahren etliche Kinder fit für den eigenständig zurückgelegten Schulweg gemacht werden. Die ACE-Aktion „Goodbye Elterntaxi“ läuft deutschlandweit und anschließend wird der ACE eine bundesweite Auswertung vorlegen. 

Sicherer Schulweg – schon vor dem Schulstart den Weg einüben

Der Kreisvorstand Main-Kinzig & Wetterau vom ACE Auto Club Europa nutzte bereits zu Beginn der Schulzeit Anfang September in Zusammenarbeit mit der Schulleitung der Grundschule in Erlensee/Langendiebach die Gelegenheit insbesondere die Erstklässler auf die möglichen Gefahren des Schulweges hinzuweisen. Der Kreisvorsitzende, Hermann Stiegler, und der Regionalbeauftragte für Hessen, Volker Schork, überreichten den Erstklässlern im Beisein vom Schulleiterin Tatjana Fischbein Kinderschutzwesten zur besseren Erkennung im Straßenverkehr (Siehe Gruppenfoto). Die Klassenlehrerin der Intensivklasse (1- 4. Klasse inkl. Inklusionsschüler) Carola Mundo bedankte sich im Namen alle Lehrkräfte an der Grundschule Langendiebach für die Warnwesten.

Zum Schulstart appelliert der ACE, Deutschlands zweitgrößter Autoclub, an alle Eltern, den Schulweg mit ihren Kindern rechtzeitig und gut einzuüben. Zur Vermeidung von Gefahren und für mehr Sicherheit im Straßenverkehr sollte gemeinsam mit den Kindern ein sicherer, kindgerechter Weg festgelegt und mehrmals abgelaufen werden. Dabei ist der kürzeste Weg nicht zwangsläufig der beste: Schwierige, stark befahrene Straßen und Kreuzungen sowie unübersichtliche Abschnitte sollten umgangen werden. Trotz der momentan warmen Temperaturen nicht vergessen: Für die Winterzeit ist auch auf eine gute Beleuchtung entlang des Weges zu achten!

Foto: Kreisvorsitzender Hermann Stiegler (rechts) und Regionalbeauftragter für Hessen, Volker Schork, übergaben den Erstklässlern in der Grundschule Erlensee/Langendiebach vor Schulbeginn mit ACE-Kinderschutzwesten.

Foto: Als Beobachter am frühen Morgen vor der Grundschule Erlensee/Langendiebach: Regionalbeauftragter für Hessen, Volker Schork, Ortspolizist Andreas Häfner, ACE-Kreisvorsitzender Hermann Stiegler, Bürgermeister Stefan Erb als Schirmherr, Anton Hofmann, ACE-Kreisvorstandsmitglied und Pressesprecher, Rektorin der  Grundschule Langendiebach, Tatjana Bommer zusammen mit dem Fachbereichsleiter im Ordnungsamt Marc Schilling.

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