In der zweigeschossigen, barrierefreien KiTa mit acht Gruppen können künftig bis zu 200 Kinder betreut werden. Sie ersetzt die KiTa „Am Rathaus“ mit vier Gruppen, die wegen der maroden Bausubstanz nicht mehr haltbar war und schafft zusätzlich 100 neue Betreuungsplätze. Bürgermeister Stefan Erb (SPD) begrüßte in seiner Eröffnungsrede, in der er die KiTa „Leipziger Straße“ ausführlich vorstellte, zunächst sehr herzlich die vielen Gäste, darunter zum Beispiel auch Landrat Thorsten Stolz, Mitglieder des Magistrats, den Stadtverordnetenvorsteher Uwe Laskowski, die KiTa-Leitung Ute Leonhardt-Krause mit ihrem Team und die Eltern, die mit ihren Kindern zahlreich erschienen waren.

Die Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung, die ebenfalls zahlreich erschienen waren, haben am 22. August 2019 den Grundsatzbeschluss gefasst, die KiTa Leipziger Straße zu bauen. Das Architekturbüro b/15 von Jörg Himmler sorgte direkt im Anschluss dafür, dass bereits im Herbst 2019 der Bauantrag gestellt werden konnte. Schon ab 2020 konnte daher die genauere Ausführungsplanung bis hin zur Bauleitung von der ArGe der Architekten Weber + Elsässer und Heitzenröder erfolgen.

Der Spatenstich fand schließlich am 2. März 2021 statt. Das Grundstück, auf dem derzeit noch eine großzügige Spiellandschaft im Bau ist, umfasst 4.820 Quadratmeter. Eine gemeisterte Herausforderung beim Bau war der Wunsch der Familie Lukas, die das 370 Quadratmeter große Nachbargrundstück für die Verwirklichung des Projekts an die Stadt verkauft hatte, die dort stehende, alte Birke zu erhalten. Schon bald werden die Kinder um diese Birke herum auf einer Rädchenbahn ihre Kreise ziehen können.

Architekt Gösta Weber berichtete in diesem Zusammenhang von weiteren günstigen Umständen während der Bauzeit, die zum Teil unter schwierigen Bedingungen erfolgt ist, zum Beispiel wegen Corona oder den wachsenden Problemen bei der Materialbeschaffung. So wurden keine archäologischen Besonderheiten oder Kampfmittel auf dem Grundstück gefunden, was die Bauzeit von nur 1,5 Jahren erheblich verlängert hätte. Die Arbeiten am KiTa-Bau mussten europaweit ausgeschrieben werden, aber am Ende konnten überwiegend regionale Firmen beteiligt werden und die Zusammenarbeit hat hervorragend funktioniert. Gösta Weber: „Wir haben ganz oft einfach Glück gehabt und genau das wünsche ich Ute Leonhardt-Krause und ihrem Team. Viel Glück bei der Arbeit mit den Kindern in diesem Gebäude!“

Beim Bau der KiTa wurde neben der Barrierefreiheit sehr viel Wert auf Nachhaltigkeit gelegt. So wurde, um nur einen Faktor zu nennen, eine leistungsstarke Photovoltaikanlage auf das Dach gebaut. Das Gebäude selbst hat eine Größe von 2.700 Quadratmetern und bietet den Kindern, neben den großzügig angelegten Gruppenräumen zahlreiche weitere Räume, wie den Werkraum mit Kinderküche, acht Funktionsräumen oder den beiden großen Turnräumen, fast doppelt so viel Platz wie in der alten KiTa „Am Rathaus“. Ab dem 31. Oktober startet hier die Betreuung von zunächst 95 Kindern, viele weitere Kinder stehen schon auf der Vormerkliste des Online-Betreuungsportals www.webkita.erlensee.de, was zeigt, dass sich die Einrichtung schon jetzt großer Beliebtheit unter der Elternschaft erfreut. Denn nicht nur das Gebäude, sondern auch das pädagogische Konzept überzeugt. Inklusion und Partizipation bilden einen Schwerpunkt des Betreuungsalltags, die Natur- und Waldpädagogik wird einen weiteren Schwerpunkt der Einrichtung bilden. Die Natur hinter der Einrichtung lädt zu vielen spannenden Exkursionen ein. An die KiTa „Leipziger Straße“ angeschlossen sind darüber hinaus die beiden Gruppen der „Natur-KiTa am Limespark“. Viele weitere Kooperationsprojekte mit anderen Trägern, z.B. Familienberatung oder eine Zusammenarbeit mit dem Bürgerverein Soziales Erlensee e.V., sind bereits in Planung

Mit der KiTa "Leipziger Straße" hat die Stadt Erlensee in den letzten zehn Jahren somit 15 zusätzliche KiTa-Gruppen geschaffen. Berücksichtigt man hierbei die Plätze, die für Integration freigehalten werden müssen, sind dies um die 350 zusätzliche Plätze für Kinder im Alter von 3-6 Jahren. Auch im Hortbereich, bisher noch eine freiwillige Leistung der Kommunen, hat die Stadt Erlensee zugelegt. Von 75 Plätzen vor zehn Jahren wurde um 50 Plätze auf 125 Plätze ausgebaut. Ergänzend fördert und unterstützt die Stadt Erlensee finanziell die drei konfessionellen KiTas mit insgesamt 145 Plätzen und die Betreuung von Grundschulkindern an den Schulen selbst mit 245 Plätzen. Darüber hinaus werden die Honigbienchen gGmbH mit 96 U3-Plätzen gefördert sowie die inzwischen 15 Tagespflegepersonen mit 65 Plätzen.

Damit steht die Stadt Erlensee, was die Kinderbetreuungsangebote und somit die Familienfreundlichkeit betrifft, im Main-Kinzig-Kreis ganz weit vorne, wie Landrat Thorsten Stolz, der es sich nicht nehmen ließ, zu der Eröffnungsfeier persönlich zu erscheinen, in seinem Grußwort betonte. Er führte aus, dass in Erlensee damit auch keine Fehlbedarfsquote vorliegt, was bedeutet, dass in Erlensee jedes Kind einen KiTa-Platz erhält. Er zeigte sich darüber hinaus begeistert von der großzügig angelegten KiTa: „Als Vater von zwei Kindern weiß ich ziemlich genau, was Kindern gefällt. Und diese KiTa werden sie lieben.“

Zwar wurde das Gebäude mit ca. 2 Millionen Euro durch das Investitionsprogramm des Landes „Kinderbetreuungsfinanzierung“ unterstützt, die restlichen Baukosten von ca. 7,45 Millionen Euro aber trägt die Stadt Erlensee. Eine gute Investition, so Bürgermeister Stefan Erb: „Jede dieser 945.000 Millionen Cents aus Steuergeldern ist gut investiert. Gut investiert in die qualitativ hochwertige Betreuung unserer Kinder!“, und erntete dafür einen großen Applaus der anwesenden Gäste.

Als Präsent überreichte Bürgermeister Stefan Erb im Anschluss an seine Rede eine große Tafel, auf der sich jedes Kind, das künftig die Einrichtung besucht, mit einem Fingerabdruck verewigen kann und dankte allen an der Entstehung der Einrichtung Beteiligten noch einmal für die hervorragende geleistete Arbeit. Auch der Landrat überbrachte ein Präsent, und zwar einen „Gutschein“ über 1.500 Euro, mit dem das Team der neuen KiTa sich einen oder mehrere Wünsche für die Kinder erfüllen kann.

Pfarrerin Ulrike Stellmacher und Pfarrer Andreas Weitzel segneten im Anschluss an die Reden die KiTa und vor allem das Team und die Kinder, die einen kleinen Auftritt vorbereitet hatten und schon ungeduldig darauf warteten, diesen nach den Reden endlich aufzuführen.

So hielt die KiTa-Leitung Ute Leonhardt-Krause ihre Abschlussrede kurz. Wichtig hierbei war ihr jedoch, zu betonen, dass sie und ihr Team aus der KiTa „Am Rathaus“ mit einem weinenden Auge ausziehen werden. Sie selbst arbeitet dort immerhin schon seit 32 Jahren, zuletzt über sechs Jahre als Leitung. Aber als sie vor einem Jahr gehört hat, dass sie die neue KiTa übernehmen soll, dachte sie: „Das passt ja.“ In Leipzig geboren, wird sie nun ihre letzten Berufsjahre in der KiTa „Leipziger Straße“ verbringen und freut sich, mit vielen guten Ideen und ihrem Team diesen neuen Abschnitt zu begehen.

Im Anschluss an den öffentlichen Teil wurde die Gelegenheit von allen Gästen genutzt, die weiträumige KiTa zu besichtigen und es wurde bereits kräftig gespielt. Ein Zeichen dafür, dass die KiTa, wie gehofft, besonders bei den Kindern gut ankommt.


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