Grundschule Rückingen: Zuschuss für Bustransfers zum Sportunterricht

Rückingen
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Der Main-Kinzig-Kreis wird trotz absehbar steigender Kosten den Grundschülerinnen und -schülern in Rückingen weiterhin einen kostenfreien Bustransfer zum Sportunterricht gewähren.



Das hat der Kreisausschuss jüngst entschieden. „In Erlensee haben wir eine einzigartige Konstellation, und das erfordert eben auch einen ganz individuellen Blick auf die Sache“, begründete Kreisbeigeordneter Winfried Ottmann (CDU) den Schritt, den er auch vor wenigen Tagen im Kreistag darlegte. Das heißt, dass die Kinder für den Weg bis zur Turnhalle der Georg-Büchner-Schule auch nach den Sommerferien mit dem Bus zurücklegen können, ohne dafür bezahlen zu müssen.

Die gesetzliche Lage hätte eine andere Entscheidung des Kreises durchaus zugelassen. Laut Hessischem Schulgesetz ist jeder Schulweg, der unter der Zwei-Kilometer-Grenze liegt, grundsätzlich als Fußweg zumutbar. Der Weg zum Sportunterricht fällt ebenfalls darunter. Der Weg von der Grundschule Rückingen zur Turnhalle der Georg-Büchner-Schule, die die Grundschulkinder mitnutzen, beträgt etwa 1,5 Kilometer. „Die Streckenlänge ist das eine“, erklärte Schuldezernent Ottmann, „die Dauer des Fußmarschs das andere. Das Zeitfenster für den eigentlichen Sportunterricht, inklusive Umziehen, würde auf weniger als 45 Minuten zusammenschmelzen. In der Abwägung haben wir entschieden: Kinder brauchen Bewegung, sie brauchen Sport und sie sollen ausreichend Zeit dafür bekommen.“

Seinen Dank richtete Ottmann an den Kreisausschuss, der trotz der angespannten Haushaltslage eine Übernahme der Kosten bewilligt habe, und das vor dem Hintergrund steigender Kosten. Denn zum nächsten Schuljahr steht kurzfristig ein Wechsel beim beauftragten Busunternehmen an, der die Fahrten teurer werden lässt. Schulleiterin Christine Zuber bekräftigte den Dank seitens der Schulgemeinde. „Wir wissen um die besondere Situation unserer Schule und dass der Bustransfer eine freiwillige Leistung des Schulträgers ist. Insofern begrüßen wir die Entscheidung des Kreises umso mehr, weil die Kinder weiterhin Zeit sparen und mehr vom Sportunterricht haben und die Eltern natürlich auch finanziell entlastet sind“, so Zuber.

Bei der Grundschule Rückingen handelt es sich derzeit um die einzige Grundschule ohne eigene Turnhalle, bei der die Zwei-Kilometer-Grenze für den Weg zum lehrplanmäßigen Sportunterricht unterschritten ist und eine Schülerbeförderung nicht vom Main-Kinzig-Kreis sichergestellt wird. An allen anderen Grundschulstandorten, an denen die Zwei-Kilometer-Grenze unterschritten ist, führen beispielsweise sogenannte unsichere Wege dazu, dass die Schülerbeförderung durch den Schulträger sichergestellt werden muss. Da der Sportunterricht erheblichen Einschränkungen unterworfen wäre, wenn der Weg zur Sporthalle von den Schülerinnen und Schülern zu Fuß zurückgelegt würde, hat die Schule in der Vergangenheit gemeinsam mit dem Förderverein eine Beförderung in eigener Regie sichergestellt, unterstützt durch die Stadt Erlensee und den Main-Kinzig-Kreis. Auch künftig, durch die Kostenübernahme des Schulträgers Main-Kinzig-Kreises, bleibt der elterliche Anteil an den Buskosten bei null Euro.


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