Flörsbachtal: Gassi-Geherin wird Opfer von sexuellem Übergriff

Flörsbachtal

Dieser Vorfall sorgte im hessischen Spessart für Unruhe in der Bevölkerung: Eine Gassi-Geherin wurde Ende April vergangenen Jahre im Wald Opfer eines sexuellen Übergriffs. Nach Angaben der Frau war diese kurz vor 18 Uhr an einem Montagnachmittag mit ihrem Mischlingshund auf dem Weg von Kempfenbrunn in Richtung Lohrhaupten (Schwimmbad, Verlängerung Mühlweg) unterwegs, als sie wahrnahm, wie ein etwa 1,80 Meter großer Unbekannter mit schmaler Statur von hinten auf sie zukam.

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„Unvermittelt umklammerte er die Frau und küsste sie anschließend auf die Wange. Erst als ihr mitgeführter angeleinter Hund den Mann ins Bein biss, ließ er von ihr ab und rannte in Richtung Lohrhaupten davon“, berichtete seinerzeit die Polizei. Der etwa 30 Jahre alte Mann war mit einer dunkelblauen Jeans und einem schwarzen Kapuzenpullover bekleidet. Die Kapuze hatte er über den Kopf gezogen. Zudem wurde bekannt, dass er schiefe Zähne haben soll. Nach einem Fahndungsaufruf der Kriminalpolizei gelang es tatsächlich, den Tatverdächtigen ausfindig zu machen: Ein verheirateter 29-Jähriger aus der Region.

Nun musste dieser sich wegen sexueller Belästigung vor dem Amtsgericht Gelnhausen verantworten. Dort war auch das Opfer als Zeugin erschienen, in Begleitung eines Verwandten als Beistand sowie einer Anwältin als Nebenklagevertreterin. Dem Angeklagten war ein Dolmetscher zur Seite gestellt, allerdings kein Verteidiger.

Insofern machte sich Richterin Maith und der Vertreter der Staatsanwaltschaft Hanau längere Zeit Gedanken, wie sie mit dem Fall umgehen sollten. Der Angeklagte räumte zwar eine Begegnung mit dem Opfer ein, betonte aber „wirklich nichts getan zu haben“. Schließlich beschlossen sie, ohne in die Verhandlung einzutreten und die Anklage vorzulesen das Verfahren einzustellen. Auch wurde so der jungen Frau eine Aussage vor Gericht erspart. Der Angeklagte wurde verpflichtet einen Betrag von 200 Euro an das Frauenhaus in Wächtersbach zu bezahlen, was er nach eigenem Bekunden auch machen will.

Die Nebenklagevertreterin betonte, ihre Mandantin sei durch den Vorfall psychisch beeinträchtigt. Ihr bereite es beispielsweise große Probleme, dem Angeklagten im Alltag immer wieder begegnen zu müssen. Doch diese Sorge konnte überraschend dem Opfer genommen werden: Der 29-Jährige teilte dem Gericht mit, kürzlich weggezogen zu sein. Lediglich zu Verwandtenbesuchen werde er hin und wieder noch in der Region auftauchen. / hd


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