Toilettenanlage am Busbahnhof Somborn erneut zerstört

Somborn

Die Toilettenanlage im Busbahnhof in Somborn wurde erneut erheblich zerstört.

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In der Nacht vom 2. auf den 3. Januar knüpften sich bisher unbekannte Täter diesmal die Herrentoilette vor und richteten einen Schaden von mindestens 2.000 Euro an. Die Toiletten waren erst Mitte Dezember nach aufwendigen Renovierungsarbeiten wieder geöffnet worden.

„Dort wurde rohe Gewalt angewendet“, war nicht nur Bauamtsleiter Martin Krauskopf über das Ausmaß der erneuten Zerstörung entsetzt. Unter anderem wurde das Waschbecken von der Wand gerissen, ebenso der Toilettenpapierhalter – anschließend wurden die Gegenstände, möglicherweise unter Mithilfe von Tatwerkzeugen, „zerkleinert“. Die Gemeinde hat Anzeige bei der Polizei erstattet, der genaue Tathergang ist allerdings unklar.

Die Toiletten sind nämlich inzwischen durch ein Zeitschloss gesichert und somit nachts eigentlich nicht mehr zugänglich. Zudem kontrollieren Bauhofmitarbeiter morgens und abends die Anlage. Ob die Tür aufgebrochen oder möglicherweise ein Gegenstand eingeklemmt wurde, um den Verschluss zu verhindern, sollen die weiteren Ermittlungen zeigen. Beim Ordnungsamt ging tags drauf eine Beschwerde über zwei Jugendliche ein, die sich im Bereich des Busbahnhofes ungebührlich verhalten haben sollen und von einem Anwohner zur Rede gestellt wurden. Ob sie etwas mit der Zerstörung in der Toilettenanlage zu tun haben, ist ebenfalls noch offen.

Der erneute Vorfall wird schnell wieder die Befürworter einer Videoüberwachung auf den Plan rufen. Die Gemeindevertretung hat diese bereits beschlossen, umgesetzt wurde sie von der Gemeindeverwaltung allerdings bisher nicht. Neben den Toiletten wurden und werden auch die Glasscheiben im Aufenthaltspavillon für die Busreisenden immer wieder zerstört. Der in den vergangenen Monaten angerichtete Schaden im Busbahnhof geht in die Tausende. Die jetzt anstehenden Reparaturmaßnahmen sollen möglichst schnell angegangen werden, einige Wochen wird die Herrentoilette allerdings wohl geschlossen bleiben.

Dass die Einrichtung der Toiletten, für zirka 8.000 Euro im vergangenen Jahr angeschafft, aus besonders robustem Material bestand, verhinderte die erneute Zerstörung nicht. „Die politischen Gremien müssen sich grundsätzliche Gedanken machen über den Busbahnhof“, hält sich Bauamtsleiter Krauskopf zwar aus der politischen Debatte heraus, weist allerdings auf die enormen Kosten hin, die für Reparaturmaßnahmen immer wieder aufgebracht werden müssen.

Zumal in Freigericht schon Stimmen laut werden, die Toilettenanlage aus Kostengründen komplett zu schließen. Eine Alternative wäre auch der Bau einer selbstreinigenden Toilettenanlage, wie beispielsweise in Gelnhausen oder Hanau. In diesen Anlagen sind die Einrichtungsgegenstände so installiert, dass sie quasi unzerstörbar sind. Zudem fallen keine Reinigungskosten an, für die Benutzung wird eine geringe Gebühr -  meist 50 Cent - erhoben. Allerdings wäre die Grundinvestition nicht unerheblich: Eine selbstreinigende Toilettenanlage kostet zirka 70.000 Euro.


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