Ottmar Trageser seit zehn Jahren Schiedsmann

Somborn
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Schlichten ist besser als richten: Zum zehnjährigen Dienstjubiläum gratulierten Bürgermeister Dr. Albrecht Eitz (SPD), der Direktor des Amtsgerichts Gelnhausen, Andreas Weiß, und der Vorstand der Bezirksvereinigung der Schiedsmänner und -frauen Hanau-Main-Kinzig, Hans-Jürgen Müller, dem Schiedsmann Ottmar Trageser aus Somborn, verbunden mit einem Dankeschön in Form von Urkunde, Medaille und Präsent.

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Dr. Albrecht Eitz lobte die Tätigkeit von Herrn Trageser als „Konfliktvermeidung im Ehrenamt“ und dankte ihm herzlich für sein großes Engagement für den sozialen Frieden in der Gemeinde. Der Direktor des Amtsgerichts, Andreas Weiß, schloss sich den Worten des Bürgermeisters an und übergab eine Urkunde samt Dank und Anerkennung der Hessischen Justizverwaltung. Denn Schiedspersonen übernähmen als Mediatoren wichtige Aufgabe der Justiz. Gerade die Schiedsleute vor Ort kennen ihre Kundschaft und beweisen das richtige Fingerspitzengefühl, um die Gerichte zu entlasten. Häufig käme es bei so genannten „Tür- und Angelfällen“ noch nicht einmal zur Schlichtung, ein Gespräch reiche oftmals schon aus: „Hier gibt es nur Sieger“. Hans-Jürgen Müller vom Bund der deutschen Schiedsmänner und -frauen dankte mit der Übergabe einer Medaille für die lange vertrauensvolle Zusammenarbeit. Trageser sei ein wichtiger Bestandteil und arbeitet als IT-Beauftragter und im Landesvorstand mit. Müller lobte die Gemeinde Freigericht, dass der Stellenwert von Schiedsamt und Ortsgericht so anerkannt sei.

Ottmar Trageser wurde 2010 als Nachfolger des damaligen stellvertretenden Schiedsmanns Markus Streb als einer von vier Bewerbern um dieses Ehrenamt von der Gemeindevertretung gewählt. Nach Verabschiedung des Schiedsmanns Edmund Petermann 2014 trat Herr Trageser, erneut gewählt von der Gemeindevertretung, in dessen Fußstapfen und wurde 2019 im Amt bestätigt. Das Ehrenamt ist Herrn Trageser nicht fremd. So kann er unter anderem auf Tätigkeiten bei der Freiwilligen Feuerwehr (1971-1992) und im Ortsbeirat Somborn (1997-2011) zurückblicken; hier auch an vorderer Stelle.

Mit etwas gutem Willen und gesundem Menschenverstand anstelle langwieriger Verfahren mit umfangreichen Schriftsätzen durch verschiedene Instanzen kann eine Schiedsperson besser, gütlicher und deutlich kostengünstiger Streitverfahren zur beiderseitigen Zufriedenheit schlichten. So können mit dem Gang zum Schiedsamt außergerichtlich Konflikte und Meinungsverschiedenheiten schnell, unbürokratisch und kostensparend aus der Welt geschafft werden. Man sitzt bei der Schiedsperson am Tisch und klärt in ruhiger Atmosphäre das Problem. Die Schiedspersonen sind per Eid zur Verschwiegenheit verpflichtet und absolut unparteiisch tätig. Jedoch: es wird geschlichtet. Nicht gerichtet. Es wird also kein Urteil gesprochen, sondern ein Vergleich erzielt, mit dem beide Parteien einverstanden sind. Dieser Vergleich ist 30 Jahre gültig.

Foto: Schiedsmann Ottmar Trageser (Mitte, vorne), mit Bürgermeister Dr. Albrecht Eitz (2.v.l.), den Direktor des Amtsgerichts Gelnhausen Andreas Weiß (2.v.r.), dem Vorstand der Bezirksvereinigung der Schiedsmänner und -frauen Hanau-Main-Kinzig, Hans-Jürgen Müller (rechts) mit der für die Schiedspersonen zuständigen Sachbearbeiterin Alexandra Becker (links).

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