Freigericht: Obstbäume in Somborn angebohrt und vergiftet

Somborn

Entsetzt rieb sich die Besitzerin einer kleinen Streuobstwiese dieser Tage die Augen: Ihre sorgsam gehegten und gepflegten Obstbäume in Somborn, am Albstädter Weg – vor 4 Wochen noch in vollem grünen Laub stehend – sind nahezu ganz abgestorben, darunter auch eine über 100-jährige Birne, die noch von den Großeltern gepflanzt worden war.

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Bei näherer Betrachtung wiesen die Baumstämme etliche Bohrlöcher auf, bei denen ein deutlicher Geruch nach giftigen Chemikalien auszumachen war. Auch am Stammfuß konnten Beeinträchtigungen und Dürrwerden der Grasnarbe beobachtet werden. An Bäumen auf den umliegenden Streuobstwiesen gab es solche Verletzungen nicht.

"Es wird vermutet, dass die Bäume einem Bewirtschafter im Weg waren und dieser daher eigenmächtig Abhilfe schaffen wollte und die Bäume absichtlich durch Pflanzengift zum Absterben brachte, ohne fremdes Eigentum und den ideellen Wert der alten Obstbäume zu achten. Es wurde Anzeige erstattet. Wir bitten um Zeugenberichte und sachdienliche Hinweise an die Polizei Gelnhausen", so der Landschaftspflegeverband Main-Kinzig-Kreis e.V. in einer Pressemitteilung.

Foto: Bohrloch zum Einbringen von Chemikalien am Stamm.
Foto: Dürr gewordene alte Obstbäume.


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