Wahlkampfposse um Coca-Cola-Gelände in Somborn?

Somborn
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In der jüngsten Sitzung der Gemeinvertretung gab es nach Ansicht der Freigerichter SPD-Fraktion einen Vorgang, der in dieser Form bisher einzigartig in der Gemeinde war.

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D"ass eine Fraktion, in diesem Fall die Fraktion 'Die Freigerichter', ihrer eigenen Bürgermeisterkandidatin kurz vor der Wahl die rote Karte zeigt, hat es bisher noch nie gegeben. Mit dem Zurückziehen ihrer beiden Anträge, jeweils durch den Gemeindevorstand, im ehemaligen Hotel 'Zur Linde' einen Architekten zu beauftragen, die Möglichkeiten im Erdgeschoss zur Einrichtung einer Begegnungsstätte zu eruieren sowie einen Architekten/Städteplaner zu beauftragen, eine Lösung zur Nutzung des Coca-Cola Geländes unter Einbeziehung der angrenzenden Ortsmitte zu erarbeiten, wurde insbesondere für die Ortsmitte Somborn das Possenspiel der Bürgermeisterkandidatin Carmen Brönner in beiden Punkten beendet.  Es ist schon bemerkenswert, wie der Bevölkerung von Freigericht Sand in die Augen gestreut wurde, in dem wohlklingende Perspektiven aufgezeigt werden, für die insbesondere in der Ortsmitte Somborn gar kein Finanzrahmen besteht“, erklärt der SPD-Gemeindevertreter Dr. Manfred Kirschning.   

„Alleine schon für den Gebäudeabriss und die Grundstückssanierung der ehemaligen Coca-Cola liegen die sehr grob geschätzten Kosten zwischen Best Case: 2,7 Millionen Euro und Worst Case: 5,2 Millionen Euro. Diese Zahlen basieren auf Daten aus der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses von August 2018 unter Berücksichtigung einer geschätzten 50%igen Preiserhöhung bis zum Jahre 2025. Die Einnahmen aus dem Grundstücksverkauf können dabei in der Größenordnung von ca. 2 Mio € angesetzt werden“, präzisiert Dr. Kirschning die finanzielle Situation.

"Alle aus einer städtebaulichen Planung einer Umgestaltung der Ortsmitte Somborn entstehenden zusätzlichen Kosten werden diesen benötigten Finanzrahmen zusätzlich signifikant erhöhen. Und je nach Art und Weise einer Umgestaltung der Ortsmitte Somborn kratzt man sehr schnell den Bereich von 8 bis 10 Millionen Euro an. Wo die Bürgermeisterkandidatin Carmen Brönner dieses Geld im Freigerichter Gemeindehaushalt zukünftig finden will, kann wohl nur ihr Lenkrad sagen, mit dem sie ja täglich kommuniziert“, meint der Fraktionsvorsitzende Joachim Heldt, der dabei süffisant den Social Media Wahlkampf kommentiert.

"Fazit ist derzeit: Es gibt bisher kein Finanzierungskonzept und auch kein Konzept, was aus dem Coca-Cola Gelände mal werden soll. Diese Hausaufgaben müssen erst von der Gemeindevertretung und der Gemeindeverwaltung erledigt werden. Ehrliche Aussagen treffen die Bürgermeisterkandidaten, die diese Themen auch so offen kommunizieren und genau das sagen, was einer ehrlichen Aussage entspricht, und die nicht mit Luftschlössern auf Stimmenfang gehen“, zieht Dr. Kirschning sein Resümee.


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