Der Vogel- und Naturschutzverein Somborn 1963 e.V. wählte erst vor kurzem auf seiner Jahreshauptversammlung am Freitag, 11. April 2025, einen neuen Vorstand. Der neue Vorstand und die Mitglieder beschlossen auf dieser Jahreshauptversammlung, den 1. Mai wieder mit einer traditionellen Feier an der Vogelschutzhütte in Somborn zu begehen, nachdem es einige Jahre lang nicht mehr ausgerichtet wurde.
Der Somborner Kegelverein unterstütze die Vogelschützer traditionsgemäß zuletzt 2019 bei der Ausrichtung dieses Festes, wofür in diesem Jahr die Unterstützung des Gesangvereins Cäcilia gewonnen werden konnte.
Bevor jedoch diese recht kurzfristig anberaumte Neuauflage der Maifeier auf dem Vogelschutzgelände im Somborner Wald stattfinden konnte, galt es, die Verkehrssicherheit des Geländes zu prüfen. Hierzu bat die Vorsitzende des Vereins, Carmen Brönner, den Freigerichter Förster Markus Betz um eine Begutachtung der aktuellen Situation. Dies galt umso mehr zu beachten, da schon vor der Feier des 60-jährigen Vereinsjubiläums einige Bäume mit schadhaften Kronen entfernt werden mussten. Schon bei dieser Prüfung des Geländes auf Verkehrssicherheit im November 2023 fielen etliche Bäume auf, die es für die Zukunft zu beachten galt.
Damals waren die sichtbaren Baum- und Kronenschäden allerdings nur „latent“ vorhanden, wie es in der Fachsprache der Baumbegutachtung heißt, aber noch nicht als „akute“ Gefahren für Leib und Leben zu beurteilen. Bei der nun neuerlich, aus aktuellem Anlass durchgeführten Prüfung zeigte sich eine dramatische Verschlechterung der Baumkronen, die nur voller Tot-Äste hingen, die jederzeit abbrechen konnten. Unter diesen Umständen war ein Publikumsverkehr auf dem Gelände ohne vorherige Beseitigung dieser akuten Gefahren nicht mehr zu verantworten, wie der Freigerichter Revieförster Markus Betz erklärte.
Über die Revierförsterei Freigericht konnte in Abstimmung mit dem Bürgermeister und der Gemeinde Freigericht noch sehr kurzfristig ein Fachunternehmen beauftragt werden, das die Sicherungsarbeiten schonend und kostengünstig durchführte. Die vorgenommenen Entnahmen betrafen im Übrigen nur durch den Klimawandel und die anhaltende Trockenheit der letzten Jahre geschädigte Bäume und Kronen, die jedoch keine besonderen Habitate aufwiesen.
Allerdings wird nun durch den höheren Lichteinfall der vorhandene junge Strauch- und Baumbewuchs auf dem Vereinsgelände in seinem Wachstum gefördert, weshalb schon nach kurzer Zeit nicht mehr viel von den aktuellen Baumentnahmen zu sehen sein wird. Und vor allem wird das Vereinsgelände wieder für Menschen sicher zu betreten sein. Denn in diesem Fall geht Menschenschutz eindeutig vor falsch verstandenem Naturschutz. Die gilt umso so mehr, als im angrenzenden Somborner Wald selbst so seltene Wildtiere wie die sonst eher in Nationalparks vermutete Wildkatze, Höhlenbewohner wie Spechte und Waldfledermäuse oder auf naturnahe Wälder angewiesene Vogelarten wie der Kolkrabe einen ausgedehnten und sicheren Lebensraum vorfinden.




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