Training mal anders: Buntes Faschingstreiben der DLRG im Platsch

Somborn

Bei ihrem Training dienstags abends im Freigerichter Hallenbad Platsch geht es den aktiven Schwimmerinnen und Schwimmern der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft, kurz DLRG, um eine ernste Sache.

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Die Jüngsten lernen schwimmen. Kinder werden nach und nach sichere Schwimmer, lernen erste Möglichkeiten und Kniffe im Rettungsschwimmen, bis sie als Jugendliche ihre Rettungsschwimmschein-Prüfungen absolvieren. Mit Wachdiensten im Platsch und zusammen mit anderen DLRG-Stationen an der Küste sorgen die Rettungsschwimmer für die Sicherheit der Badegäste und sind in Notfällen zur Stelle. Das ganze Jahr über trainieren sie Nachwuchs-Rettungsschwimmer und bilden sich selbst fort. Zum Beispiel bildet die DLRG Freigericht auch Sportlehrer im Rettungsschwimmen aus, die mit ihren Klassen Schwimmunterricht durchführen.

Das ganze Jahr über wird auf diese Weise geübt und trainiert. Ganz anders beim Faschingsschwimmen, das vorletzten Dienstag stattfand. Hier waren einmal keine Bahnen abgesteckt. Die Kinder lauschten einmal nicht den Übungsanweisungen ihrer Trainer. Niemand stand mit Prüfungsblock und Stift bereit. Stimmungs- und Tanzmusik schallte durch das Bad. Die Kinder und Jugendlichen durften mit wassertauglichen Verkleidungen kommen, während ihre Trainer bunt verkleidet am Beckenrand standen. Heute standen Spiel und Spaß im Vordergrund. Bunte Wasserbälle und Luftballons flogen durch die Schwimmhalle. Die Wasserrutsche, die im Training sonst keine Rolle spielt, war offen. Wer mochte, durfte einen Hindernisparcours absolvieren, durch Reifen tauchen oder auf einem Schwimmbrett  

durchs Becken paddeln. Zur Belohnung für die Geschicklichkeit gab es Fruchtgummi, von der Trainerin gereicht, damit die Nascherei in den Mündern der Kinder landete und nicht im Wasser. Der Vorstand der Ortsgruppe mitsamt dem Trainerteam beaufsichtigte die Kinderschar. Es war eine Freude zu sehen, wie sicher sie sich im Wasser bewegten, wie sie auch mit Kleidungsstücken schwimmen konnten, was das Schwimmen ungleich schwieriger macht als in Badehose und Badeanzug. Wie viel Spaß die Kinder hatten und wie umsichtig und rücksichtsvoll sie dabei waren. „An einem solchen Tag sehen wir, was die Kinder während des Jahres gelernt haben“, lautete das Fazit einer erfahrenen Trainerin.

Im zweiten Teil des Abends trafen sich die Seniorinnen und Senioren zu ihrer Wassergymnastik ebenfalls im Faschingsoutfit mit bunten Hüten, lustigen Brillen und wasserfesten Accessoires. Was war da los, mögen Spaziergänger gedacht haben, die zur Faschingsschwimmzeit an den Fenstern des Platsch vorbeikamen und das ungewohnt bunte Treiben im Hallenbad gesehen haben. Viel Spaß war da los, würden die DLRG-Kameraden antworten.

Mit der fleißigen Hilfe aller Beteiligten waren Luftballons, Wasserbälle, Poolnudeln, Schwimmbretter und Faschingsschnipsel am Ende schnell eingesammelt. Mittwoch früh war nichts mehr von der fröhlichen Stimmung zu sehen und das Hallenbad konnte seinen normalen Betrieb wieder öffnen. Die DLRG-ler werden ihr Training am 24. Februar wieder aufnehmen und sich ihren ursprünglichen Vereinsaufgaben widmen.

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