Über das Techno-Festival "Geile Tier", das vor kurzem zum fünften Mal im Somborner Gänsewald stattfand, hat sich die Gemeindevertreterin Erika Reußwig-Trageser aus der Fraktion "Liste freier Bürger" Gedanken gemacht.
"Leben und leben lassen ist uns eine positive Devise. Gegen musikalische und andere Geräusche sind wir wahrlich nicht empfindlich, sonst würden wir nicht (mehr) da wohnen, wo wir seit über 30 Jahren gern heimisch sind. Deshalb haben uns am vergangenen Wochenende weder die Musik des Techno-Festivals noch die Besucher gestört. Erstens sind wir das gewöhnt. Und außerdem müssen die Leute ja irgendwo feiern können, ohne dass es immer gleich Zirkus gibt. Außerdem finde ich es grundsätzlich gut und wichtig, spezielle Veranstaltungen für junge Mitbürger anzubieten. Aber diese furchtbare Name ... da merkt man, dass man doch älter wird, gell?", schreibt sie in ihrem Blog "Für Freigericht".
Trotzdem sei zum Techno-Festival im Somborner Gänsewald eine Kommentierung aus ihrer Sicht nötig. "In meiner Gedankenwelt gehe ich davon aus, dass kommerzielle Veranstaltungen von Unternehmern veranstaltet werden, die damit Geld verdienen und davon leben. Wenn also ein externes Unternehmen (kein örtlicher Verein o. ä.) eine kostenpflichtige Veranstaltung auf Liegenschaften der Gemeinde Freigericht durchführt, wäre es eigentlich logisch, dass Miete, Nebenkosten und Umlagen entrichtet werden und die Veranstalter für die Beseitigung ihrer Hinterlassenschaften aufkommen. Richtig?", fragt Reußwig-Trageser.
Und weiter: "Wenn ich die Veröffentlichungen in der örtlichen Presse korrekt verstehe, ist die Veranstaltung von der Gemeinde unterstützt worden. Und unser sich gerade im Wahlkampf befindlicher Bürgermeister wurde dafür von den Teilnehmern gebührend gefeiert. Das möchte ich natürlich gern ganz genau wissen, ist doch klar. Mal sehen, was darüber zu erfahren ist: Wie sah die Unterstützung durch die Gemeinde im Detail aus?"
Im vergangenen Jahr habe sie als Anwohnerin es ziemlich bestürzend gefunden, dass mir um die Mittagszeit auf der Zufahrtsstraße zwei halbwüchsige junge Mädchen mit offenen Schnapsflaschen im Arm entgegengewackelt seien. Nachdem sie die entsprechende Stelle im Rathaus zeitnah über ihren Eindruck informiert habe, sei sie auf das Ergebnis gespannt. "Ich hoffe doch sehr, dass die Beteiligung der Gemeinde in diesem Jahr auch dafür gedacht war, übermäßigen Alkoholgenuß Jugendlicher zu unterbinden. Wenn ich das richtig sehe, waren die entsprechenden Fachleute 2012 persönlich vor Ort. Welche konkreten Vorkehrungen wurden wohl getroffen?", so Reußwig-Trageser.
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