Die Verwendung des Grundstückes an der Hauptstraße 45 in Altenmittlau bleibt weiterhin umstritten.
Die Gemeinde hatte das Gelände für 65.000 Euro gekauft und das darauf stehende Haus abreißen lassen. Hierfür waren zusätzliche Kosten in Höhe von 25.000 Euro angefallen. Nach Ansicht von Bündnis 90/Die Grünen allerdings die falsche Maßnahmen. „Die Gemeindevertretung hat hier einen Fehler gemacht, wir sind in die falsche Richtung gegangen. Deshalb ist es besser, wir machen jetzt einen Schnitt“, forderte der Fraktionsvorsitzende, das Gelände wieder zu verkaufen.
Bislang fand sich dafür allerdings keine Mehrheit. Im bekanntermaßen nicht beschlossenen Haushalt wurden weitere 15.000 Euro für die Herrichtung des Geländes zur Verfügung gestellt, die allerdings mit einem Sperrvermerk versehen wurden. Zur Freischaltung dieses Betrages müssen erneut die Gemeindevertreter befragt werden. 45.000 Euro waren bereits im Haushalt 2012 für die Hauptstraße 45 in Altenmittlau eingeplant. Mit dem Geld soll das Grundstück als eine Art Dorfplatz hergerichtet werden. Die Meinung unter den Gemeindevertretern darüber geht allerdings weit auseinander. Das Grundstück liegt direkt neben der Feuerwehr und genau gegenüber dem derzeitigen Dorfplatz, getrennt durch eine viel befahrene Durchgangsstraße.
Für die Einstellung zusätzlicher Mittel stimmte die SPD. „Wir waren gegen den Kauf, aber jetzt müssen wir konsequent sein und den Platz in einen vernünftigen Zustand bringen“, erläuterte Dr. Manfred Kirschning die Position seiner Fraktion. Auch die CDU will an den aktuellen Plänen festhalten. „Ich denke vor allem an die Feuerwehr, bei Einsätzen sind bislang kaum Parkmöglichkeiten vorhanden“, geht Hugo Klein zudem davon aus, dass es kaum Interessenten geben werde für ein Grundstück direkt in der Ortsmitte.
Erika Reußwig-Trageser (LFB/FDP-Fraktion) schlägt vor, die Altenmittlauer Bürger zu fragen, ob sie den Platz selbst gestalten wollen. „Wenn wir wollen, dass bei unser finanziellen Lage etwas passiert, werden sich Bürger und Vereine beteiligen müssen“, könnte das Material von der Gemeinde gestellt werden. Generelle Ablehnung kommt von ihrem Fraktionskollegen Gerhard Hof: „Wir brauchen keinen zweiten Paradeplatz. Ich bin dagegen, 150.000 Euro für einen Platz auszugeben, der nur gepflastert wird.“
Bündnis 90/Die Grünen fordern, den Platz erst in eine öffentliche Fläche umzuwandeln, wenn der Verkauf an einen privaten oder gewerblichen Interessenten nicht realisiert werden kann. Die bei einer Veräußerung erzielten Mittel sollten besser für die Reduzierung der Neuverschuldung verwendet werden. Dafür fand sich allerdings zumindest bislang keine Mehrheit.
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