Sicher scheint nur, dass aus dem geplanten Abschluss der Verfüllung am Ende diesen Jahres nichts wird.
Die CDU-Fraktion hatte in der jüngsten Parlamentssitzung zunächst beantragt, dass der Firma Servator keine Fristverlängerung mehr für die Rekultivierung gewährt werden soll. Doch was geschieht dann Ende Dezember, wenn bis dahin nicht genügend Material in den Kalksteinbruch gefahren wurde? Am radikalsten wollen die Grünen vorgehen: „Die Verfüllung wird am 31. Dezember beendet, der Betreiber baut seine Gerätschaften ab und dann bleibt eben dieser Status quo“, könnte der Fraktionsvorsitzende Achim Kreis auch mit einem nicht komplett rekultivierten Kalksteinbruch leben. Sein Fraktionskollege Holger Marquardt bemängelte, dass in den vergangenen Monaten auf dem Gelände nichts nennenswertes passiert sei und forderte Maßnahmen, um den Betreiber davon abzubringen, „weiterhin für Einlagerungen zu kassieren“.
Für die komplette Verfüllung plädierte Manfred Rennhack (UWG), weil ansonsten – wie jetzt auch schon - Motocross-Fahrer am Wochenende dort illegal unterwegs seien und ebenfalls für Staub und Lärm sorgen würden. Gerhard Hof (LFB/FDP-Fraktion) geht davon aus, dass bei einem vorzeitigen Ende der Verfüllungsarbeiten im Kalksteinbruch die Eigentümer, in diesem Fall der Nachlassverwalter der ehemaligen Besitzerfamilie, eine Sicherungspflicht hat und sich um das Gelände kümmern muss.
Nach einer Sitzungsunterbrechung waren sich die Gemeindevertreter dann schließlich über die weitere Vorgehensweise einig. Bürgermeister Joachim Lucas soll jetzt beim Regierungspräsidium, unter dessen Leitung die Rekultivierung stattfindet, in Erfahrung bringen, welcher endgültige Fertigstellungstermin angepeilt wird. Zudem muss der Gemeindevorstand das Parlament monatlich über den Stand der Rekultivierungsmaßnahmen informieren und einen detaillierten Ablauf- und Zeitplan über die restlichen Maßnahmen vorlegen. Und die Gemeindevertreter wollen wissen, welche Materialien in der Vergangenheit verfüllt wurden und was in den nächsten Monaten noch eingelagert werden soll.
Vertreter der Bürgerinteressengruppe Rekultivierung Kalksteinbruch Altenmittlau gehen unterdessen davon aus, dass im Oktober 2014 die Maßnahmen abgeschlossen sein könnte. Viel länger wollen sie die Lärm- und Staubbelästigungen allerdings auch nicht mehr ertragen.
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