Kalksteinbruch Altenmittlau: Verfüllung stockt

Altenmittlau

Neue Diskussionen über den Kalksteinbruch in Altenmittlau: Ende dieses Jahres soll die Rekultivierung eigentlich abgeschlossen sein, allerdings scheint sich schon jetzt abzuzeichnen, dass die Verfüllung dann längst nicht den erwarteten Stand haben wird.

Harth & Schneider
Autohaus Koch
Sturmius Dehm Brennholz GmbH

kalkbruchIm Planungs-, Struktur- und Umweltausschuss der Gemeinde Freigericht wurde jetzt bekannt, dass in den vergangenen zwei Monaten nur noch halb so viel Verfüllungsmasse wie zuvor auf das Gelände gefahren wurde. Anwohner wollen sogar noch ganz andere Beobachtungen gemacht haben: „Die meisten Lkw fahren leer rein und dann mit einer abgedeckten Ladefläche wieder raus“, wird vermutet, dass viel Material nach der Zerkleinerung wieder abtransportiert wird.

70 bis 80 Prozent des Kalksteinbruchs sind bislang verfüllt, auf dem großen Terrain direkt hinter dem Eingangstor hat sich in den vergangenen Monaten allerdings wenig getan. 30.000 Tonnen sollen im Mai und Juni auf das Gelände gefahren worden sein, davor angeblich doppelt so viel. Der Fliegerhorst in Erlensee, der Autobahnparkplatz Schlüchtern und ein Gewerbegebiet in Weiskirchen werden laut Bauamtsleiter Bernd Dassinger derzeit bevorzugt angesteuert. Die Gemeinde könne darauf keinen Einfluss nehmen. „Die Betreiberfirma Servator muss nur das rekultivieren, was sie auch verfüllt. Der Rekultivierungsplan wird dann daran angepasst“, liege die Überwachung für das Gelände allein beim Regierungspräsidium.

Dassinger geht zudem davon aus, dass die Betreiberfirma nicht für den Abbau der Gebäude auf dem Gelände zuständig ist. Die Waage werde vermutlich mitgenommen, der Rest, unter anderem eine Halle, Container und das Eingangstor, werden aber wohl auch nach dem 31. Dezember 2014 noch dort sein. Zuständig dafür sei der Insolvenzverwalter, Geld für den Abbau vermutlich nicht vorhanden. Bei der Bürgerinteressengruppe besteht daher schon die Befürchtung, dass dadurch jemand auf die Idee kommen könnte, das Gelände nach Ablauf dieses Datums weiterhin zu nutzen. Auch in den vergangenen Monaten seien nicht alle Vereinbarungen eingehalten worden. So finde oftmals beispielsweise keine Bewässerung bei der Zerkleinerung des Materials statt, die Folge sei eine enorme Staubentwicklung, die eigentlich vermieden werden sollte.

Auch der Ausschussvorsitzende Heinrich Höfler (CDU) hat sich in den vergangenen Tagen ein Bild von den Rekultivierungsmaßnahmen im Kalksteinbruch gemacht und einen „erheblichen Informationsbedarf“ für die Bürger festgestellt. „Es soll kein Drecklock hinterlassen werden“, folgte der Ausschuss seinem Vorschlag, dass schnellstmöglich eine erneute Begehung stattfinden soll. Anschließend ist eine Informationsrunde mit Beteiligung der Bürgerinteressengruppe, der Betreiberfirma, des Regierungspräsidiums und der Gemeindeverwaltung geplant.


Ihnen ist etwas Interessantes aufgefallen im Main-Kinzig-Kreis? Schreiben Sie uns an info@vorsprung-online.de


Thermo Sun
Harth & Schneider
Stadt Schlüchtern
VR Bank Main-Kinzig-Büdingen eG
Sturmius Dehm Brennholz GmbH

online werben

Höfler Fenster
Autohaus Koch
Autohaus Nix
CID

vogler banner

Evonik

vogler banner

Online Banner 300x250px MoPo 2