„Damit hätte ich in meinen kühnsten Träume nicht gerechnet“, staunte der Vorsitzende des SV Altenmittlau, Günther Noll, nicht schlecht, als ihm die Geldsumme offenbart wurde, mit der die Dachsanierung und die neue Terrassenüberdachung am Sportheim vom Land Hessen unterstützt wird.
Der leitende Ministerialrat im Hessischen Ministerium des Inneren und für Sport, Prof. Dr. Heinz Zielinksi, überbrachte gestern eine Landeszuweisung in Höhe von 20.000 Euro, mit der fast die Hälfte der Kosten des Bauprojektes abgedeckt ist. Dass der Vertreter aus Wiesbaden eine Dreiviertelstunde zu spät zur Übergabe kam, war ihm angesichts dieses hohen Betrages schnell verziehen.
„Überall im Sportheim standen Eimer rum, weil das 40 Jahre alte Dach undicht war“, hatte der SVA laut Noll daher den Entschluss gefasst, in dieser Sommerpause wieder für trockenere Verhältnisse zu sorgen. Allerdings wurde nicht nur das Dach des Sportheimes saniert, sondern auch gleich die Terrasse mit einer Holzkonstruktion überdacht, so dass auch dort zukünftig Veranstaltungen in einem geschützten Bereich stattfinden können. 50.000 Euro hat das komplette Bauprojekt gekostet, 650 Quadratmeter Dachfläche wurden in den vergangenen acht Wochen saniert und geschaffen. Ein Großteil der Kosten ist jetzt durch die Landeszuweisung abgedeckt. „Das ist ein höherer Bestandteil, als es sonst üblich ist“, lobte Zielinski die ehrenamtliche Arbeit der Altenmittlauer, die die ausführenden Firmen unter der Leitung des „Bauteams“ mit Hermann Betz und Rudi Trageser tatkräftig unterstützt haben.
„Bei allen Sparbemühungen und trotz Schuldenbremse ist es wichtig, dass der Sport nicht hinten dran bleibt“, unterstrich der heimische CDU-Landtagsabgeordnete Hugo Klein, dass es trotz finanzieller Zwänge ein wichtiges Ansinnen der Landesregierung bleibe, die ehrenamtlich tätigen Vereine zu unterstützen, deren „oberster Dienstherr“, der Vorsitzende des Sportkreises Main-Kinzig, Stefan Bahn, ebenfalls zur Übergabe des Landeszuweisung gekommen war. „Normalerweise bekomme ich ja immer zu hören, es könnte ein bisschen mehr sein, aber hier sind heute anscheinend alle zufrieden“, freute sich schließlich auch Zielinski, dass seine frohe Botschaft trotz reichlich Verspätung auf großen Anklang stieß.