Die Öffentlichkeit soll bis zum Ende der Rekultivierung des Kalksteinbruchs nicht mehr erfahren, wie viel Auffüllmaterial noch auf das Gelände zwischen Altenmittlau und Horbach gefahren wird.
„Nach der letzten Mitteilung von Mengen wurde dies in der Presse nachteilig dargestellt“, passt den Beteiligten offenbar nicht die Berichterstattung über die Maßnahmen auf dem Gelände, die Ende dieses Jahres abgeschlossen sein sollen.
Allerdings sind von dem Auskunftsboykott auch die Gemeindevertreter betroffen, was der CDU-Fraktionsvorsitzende Hugo Klein auf der jüngsten Sitzung monierte. Laut dem Ersten Beigeordneten Günther Thyriot liegt die Verantwortung für den Kalksteinbruch jedoch in den Händen des Insolvenzverwalters, des Regierungspräsidiums und der Firma Servator, die mit der Verfüllung beauftragt wurde. Angaben über den Verfüllungsstand seien eine freiwillige Leistung.
Damit sollen die 40.000 Tonnen, die angeblich im Juli verfüllt wurden, die letzte Zahlenangabe bis Ende des Jahres bleiben. In einer Mitteilung der Gemeindeverwaltung, die offenbar eine Nachricht der Firma Servator transportiert, heißt es: „Es wurde ein erhöhter Bedarf an Auffüllmaterial suggeriert, der dazu führte, dass nunmehr einige Unternehmer versuchen, schlechtes Material in den Steinbruch abzuladen. Dieser zusätzliche Untersuchungs- und damit einhergehende Arbeitsaufwand zur Sicherstellung einer Qualität des Verfüllmaterials ist dieses Entgegenkommen an die Gemeinde Freigericht nicht wert. Zukünftig wird sich die Mitteilung darauf beschränken, ob man gut oder schlecht im Verfüllungsplan läge.“ Diese Ankündigung wurde dann auch prompt umgesetzt: „Die Verfüllung des Kalksteinbruchs im August verlief sehr gut. Es wurde sehr viel Material eingebracht“, wurde die jüngste Mitteilung sehr knapp gehalten.
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