„Den letzten Schliff gegeben“

Altenmittlau

Das sinfonische Blasorchester des Musikverein „Viktoria“ Altenmittlau hat ein arbeitsreiches Wochenende hinter sich.

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Bereits am Freitagabend kamen die über 60 Musikerinnen und Musiker im Kultursaal des Druckhauses Naumann in Gelnhausen zusammen, der dem Verein dankenswerter Weise für das gesamte Wochenende zur Verfügung gestellt wurde. Besonders Dirigent Oliver Nickel schätzt die Proben im Kultursaal, da dieser das Orchester in seinem Klang weniger stark einschränke als es der herkömmliche Proberaum in der Freigerichthalle tue und somit eine perfekte Vorbereitung für die Akustik in Schlitz biete.

In Schlitz, genauer im über 300 Jahre alten Schloss Hallenburg, das seit mittlerweile 12 Jahren die Landesmusikakademie Hessen beherbergt, findet kommendes Wochenende der 6. Hessische Orchesterwettbewerb statt. Die letzte Austragung vor vier Jahren konnte die „Viktoria“ mit dem Prädikat „mit sehr gutem Erfolg teilgenommen“ für sich entscheiden. Und auch dieses Mal lautet das Ziel, sich als Hessens bestes Laienorchester zu präsentieren, das bei entsprechendem Ergebnis auch zur Teilnahme am Deutschen Orchesterwettbewerb berechtigt ist.

Für diesen Anlass bereitet sich das Orchester nun also seit etwa einem halben Jahr vor. Das vom Veranstalter, dem Landesmusikrat Hessen e.V., vorgegebene Wahlpflichtwerk in der Kategorie „Blasorchester in Harmoniebesetzung“ konnten Besucher des diesjährigen Jahreskonzertes des MVA bereits im Mai hören. Die Suite for Wind Band (Suite voor Harmonieorkest) des Niederländers Bob Vos entstand 1962/63 im neoklassizistischen Stil und verlangt den Musikern bereits alles ab. Denn die vier Sätze gehen alles andere als leicht ins Ohr, die Suite zeichnet sich vor allem durch ihren fragmentarischen Charakter aus. Mal tänzerisch, mal melancholisch, mal beschwingt, aber immer irgendwie elegant – das Werk steckt voller musikalischer Ideen und einer reichen Klangfarbe. Im vollkommenen Gegensatz dazu steht das Selbstwahlstück der Altenmittlauer, eine Originalkomposition des Kaliforniers Frank Ticheli mit dem Titel „Angels in the Architecture“. Hier wird der Konflikt zwischen Gut und Böse, Licht und Dunkelheit thematisiert. Im Gegensatz zur fast kammermusikalischen Suite stehen hier vor allem Tempo und Rhythmus im Fokus. Das Werk beginnt mit einem Gedicht, das von einer Gastsopranistin gesungen wird, untermalt von einem nahezu sphärischen Klangteppich. Aber schon bald treten dunkle Mächte auf, es wird dissonant, hektisch und laut. Immer wieder wechseln sich so das Helle und das Dunkle in diesem technisch äußerst anspruchsvollen Werk ab. Diese Ambivalenz kommt auch durch ungewöhnliche Instrumente und Effekte, wie beispielsweise gestimmte Weingläser, zum Tragen.

Um vor allem diesem Stück „den letzten Schliff zu geben“, wie der Vorsitzende Volker Bilz betonte, kam das Orchester also nun zum Höhepunkt der Vorbereitung in Gelnhausen zusammen. Vor allem der Samstag, an dem von morgens um 9:30 Uhr bis in den späten Nachmittag hinein geprobt wurde, sollte für diese Feinjustierung herhalten. Natürlich kam dabei auch der private Austausch zwischen den Vereinsmitgliedern nicht zu kurz. Zur Stärkung gab es mittags einen deftigen Gulasch-Eintopf, für den Nachmittag wurden von den Musikerinnen und Musikern etliche Kuchen beigesteuert. Und auch am Sonntag betraten bereits ab 9:00 Uhr die ersten fleißig und motiviert den Proberaum. Bis zum Mittag konnte so noch einmal intensiv und konzentriert weitergearbeitet werden. Nickel, für den es der erste Wettbewerb mit dem MVA ist, nachdem er vor 2 Jahren zu dessen Chefdirigenten gewählt wurde, zog eine positive Bilanz und blickt somit zuversichtlich auf die anstehende Aufgabe.

Der 6. Hessische Orchesterwettbewerb findet am Samstag, dem 7. November, im Konzertsaal der Landesmusikakademie Hessen auf Schloss Hallenburg in Schlitz statt. Das Wertungsspiel des Musikvereins Altenmittlau beginnt um 10:00 Uhr. Interessierte sind herzlich eingeladen, die Auftritte des MVA und auch anderer beteiligter Orchester bei einem Ausflug in den Vogelsberg mitzuverfolgen, der Eintritt ist frei. Weitere Informationen auch auf www.mvaltenmittlau.de oder unter www.facebook.com/ViktoriaAltenmittlau.


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