Kalksteinbruch: Bürger fordern vor allem Aufklärung

Altenmittlau

Nach der neuerlichen Diskussion über eine Weiternutzung des ehemaligen Kalksteinbruchs in Altenmittlau scheinen die Bürgerinnen und Bürger nur noch einen Wunsch zu haben: „Aufklärung“, so formulierte es Walter Biba und das hat auch eine Veranstaltung der Freigerichter CDU am Sonntag im Feuerwehrhaus zum Vorschein gebracht.

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kalkcdufeuerw1kalkcdufeuerw2Eineinhalb Stunden lang diskutierten 40 Bürgerinnen und Bürger über die neuen Ideen aus dem Rathaus, zumindest Teile des Areals zukünftig weiter zu nutzen.

Seit vier Jahren wird in Freigericht intensiv über den Kalksteinbruch debattiert, nachdem die bis 2012 angekündigte Verfüllung nicht beendet worden war. Schluss war dann schließlich Ende 2014, „eine Jahr hatten wir jetzt endlich Ruhe“, wunderte sich nicht nur Thorsten Stroh von der Bürgerinteressengruppe „Rekultivierung Kalksteinbruch Altenmittlau“, dass die Gemeinde nun eine Gesellschaft gründen will und offenbar neue Pläne für das Gelände hat. Darüber würden die Altenmittlauer gerne mehr wissen, eine Vorlage des Gemeindevorstandes für die Gremien der Gemeindevertretung wurde unlängst aber wieder kurzfristig zurückgezogen, die extra zu einer Ausschusssitzung im Rathaus erschienen Bürger zogen somit ohne weitere Informationen wieder ab.

„Ich habe auch gedacht, jetzt sei Feierabend“, erklärte selbst der CDU-Fraktionsvorsitzende Hugo Klein, dass er davon ausgegangen sei, dass das Gelände jetzt der Natur überlassen werde. Er verwies darauf, dass der jetzt vorliegende Antrag zur Gründung der Gesellschaft die Unterschrift von Bürgermeister Joachim Lucas (UGW) trage und nun erheblicher Klärungsbedarf bestehe. Die Gründung einer Gesellschaft müsste hinterfragt werden, die ins Gespräch gebrachte Nahwärmeversorgungseinrichtung sei ein veraltetes Modell und nur sinnvoll, wenn in der Nähe ein Neubaugebiet entstehe und die dortigen Häuser die Energie nutzen würden. „Aber wenn ich mir heute die Häuser so anschaue, wird da inzwischen ganz anders gebaut“, so der Eindruck von Klein.

Dass er auf dem Gelände des ehemaligen Kalksteinbruchs keine weitere gewerbliche Nutzung mehr plane, stellte Unternehmer Mike Trageser klar, der dort jahrelang eine Brecher- und Siebanlage betrieben hatte. Auch die Bodennah Landnutzungsgesellschaft, dessen Geschäftsführer er zumindest war und möglicherweise auch noch ist und die angeblich der Hauptgläubiger des ehemaligen Kalksteinbruchbetreibers (Firma Schmitt) ist, hat laut seiner Aussage keinerlei Interesse mehr an diesem Gelände. Die Gründung der neuen Gesellschaft sei in Gesprächen mit dem Bürgermeister entwickelt worden, um in Zukunft Einfluss auf die Nutzung des Geländes nehmen zu können und Einnahmen für die Pflegearbeiten erzielen zu können. Für die Bodennah Landnutzungsgesellschaft sei das Thema Kalksteinbruch mit der Beendigung der Rekultivierung allerdings durch, die Firma werde ihre Grundstücke dort verkaufen und dann liquidiert werden. Und auch Trageser selbst scheint mit seiner Heimatgemeinde abgeschlossen zu haben: „In Freigericht wird kein Gewerbe glücklich.“

UWG-Gemeindevertreter Manfred Rennhack hatte zuvor erklärt, dass es bei den Plänen aus dem Rathaus um den Bereich mit dem ehemaligen Bergwerkshaus gehe und nicht um den in den vergangen Jahren rekultivierten Teil des Kalksteinbruchs. „Der Bereich, der renaturiert wurde, bleibt so“, mache es aus seiner Sicht allerdings Sinn, wenn sich die Gemeinde für die Nutzung des anderen Bereiches ein Mitspracherecht verschaffe.

Was sich die anwesenden Altenmittlauer wünschen, wurde allerdings auch in mehreren Redebeiträgen deutlich: „Der Natur überlassen, Schluss, Aus“, sagte Manfred Seikel gleich zu Beginn und Dr. Willi Müller, ehemaliger Direktor der Kopernikusschule, berichtete von dem dortigen Interesse, das Gelände zukünftig für Exkursionen mit Schülern zu nutzen. Bei einer Begehung vor einem Jahr mit einigen Lehrern sei auch von einem jetzt ebenfalls diskutierten Geopark keine Rede gewesen. Müller: „Da haben alle für einfache Lösungen plädiert.“


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