Am Donnerstag, 26. September, findet die nächste Sitzung der Freigerichter Gemeindevertretung um 19:30 Uhr im großen Sitzungssaal des Rathauses statt.
Am Donnerstag, 26. September, findet die nächste Sitzung der Freigerichter Gemeindevertretung um 19:30 Uhr im großen Sitzungssaal des Rathauses statt.
Dort will die CDU-Fraktion den kompletten Baustopp für das ehemalige Hotel Linde in Horbach beantragen. „Zu Recht“, meint die Wählergemeinschaft „Die Freigerichter“, „denn das ist schon lange überfällig“.
Uneingeschränkte Unterstützung findet auch der CDU-Antrag zur Einrichtung eines Akteneinsichtsausschusses betreffs oben genannten Objekts. „Allen Freigerichtern wurde schon so lange darüber mit allen möglichen (Schein-)Argumenten Sand in die Augen gestreut“, meint Fraktionsvorsitzender Martin Pagitsch. „Alleine die immense moralische Keule, mit der wir Gemeindevertreter zum Ankauf der Linde vergangenes Jahr unter Druck gesetzt wurden, rechtfertigt das aktuelle Lavieren der Rathausregierung keinesfalls. Damals wollte 'man' schon die Freigericht-Halle für die Belegung mit Flüchtlingen außer Betrieb nehmen und zwang sozusagen die Gemeindevertreter und damit Vereinsvertreter und die Bevölkerung für die Unterstützung des überhasteten Not-Ankaufs der 'Linde'“, ergänzt Fraktionsvize Klaus Brönner. Auch seien mittlerweile diverse Unterkünfte und Container-Anlage zurückgebaut worden. "Vor einem Jahr wurde noch zwingend dargestellt, dass die 'Linde' sofort bezogen werden könne. Eben alles 'easy going' seitens des Rathauses. Ein paar Zwischenwände, Wohnungsrenovierungen wurden gemacht - und nun plötzlich: Elektroverteilung und Brandschutz stimmen ja gar nicht! Bisher aufgetretene Mängel wurden erst nach und nach den Gemeindepolitikern mitgeteilt. Und nun tut sich hier ein Millionengrab für die Gemeinde Freigericht auf! Wir wissen nichts weiter über den noch nachfolgenden Investitionsstau und weiteren überbordenden Folgekosten."
Die Wählergemeinschaft „Die Freigerichter“ stellt noch einen Ergänzungsantrag zum CDU-Antrag: "Der finale Verwendungszweck des ehemaligen Hotels 'Zur Linde' ist im Rahmen des sofortigen Baustopps so schnell wie möglich zu prüfen und festzuschreiben, da nur deswegen für sämtliche weiteren Umbau- und Instandhaltungsmaßnahmen gezielt diverse Fördergelder beantragt werden können und nun endlich auch beantragt werden müssen! Die Zeit läuft! Wir brauchen die Gelder! Wir wollen uns unsere Zukunft nicht verbauen! Jetzt ist es an der Zeit, alles in richtige Bahnen in die Richtung bezahlbarer Sozialwohnungen zu lenken, so Tatjana Reinhart. Denn auch auf diese sozialen Schichten Freigerichts muss endlich vermehrt ein Augenmerk gelegt werden. Insbesondere im Hinblick auf stetig fallende Zuzugszahlen von Flüchtlingen. Nun ist das Objekt aber nun einmal gekauft und bedarf der gemeinschaftlichen positiven Weiterentwicklung und Umwandlung, mit dem alle Freigerichter leben und sich anfreunden können."
Die Wählergemeinschaft „Die Freigerichter“ begrüßt deshalb den Antrag der CDU-Fraktion und wird diesen Antrag auf kompletten Baustopp unterstützen. Zumal bereits im Juni „Die Freigerichter“ einen eigenen Vorstoß gemacht hatte, wenigstens einen Baustopp für das Erdgeschoss durchzusetzen: "Unsere Idee war, einen Treff für alle ins Leben zu rufen und füllten das mit Ideen und Anregungen aus der Horbacher Bevölkerung. Das war eigentlich eine erste Chance, da uns allen Gemeindevertretern vor einem Jahr ja für den Kauf der 'Linde' die moralische Pistole auf die Brust gesetzt wurde. Auch wenn der von uns beantragte Städteplaner mit einheimischem Fachwissen und dahingehend auch der Baustopp fürs Erdgeschoss abgelehnt wurde, begrüßen wir den CDU-Vorstoß, der unser Ansinnen im Grunde inkludiert, da bauliche Veränderung vor Beantragung von Zuschüssen nicht erfolgen dürfen. Die Elektroverteilung ist nicht regelkonform und entsprach wohl früheren Zeiten. Die Prüfung von sicherer Elektrik stellt doch für jeden Hausbesitzer eine absolut unabdingbare Basic für die Zukunft des Objektes dar! Und vieles andere mehr wie energetische Angelegenheiten an Fenstern, Dach einschließlich umfänglicher Wärmedämmung. Jedem normalen, real und sachlich denkenden Bauherren muss klar sein, dass er beim Erwerb einer Bestandsimmobilie noch mehr auf alte Begebenheiten achten muss, um die berühmte Katze im Sack nicht zu kaufen. Es wurden baulich-fachliche Mängel festgestellt, obwohl uns beim Kauf damals zugesichert wurde, dass alles 'sofort bezugsfertig' sei. Auch wurde von uns 'Freigerichtern' in mehreren öffentlichen Sitzungen der Brandschutz angemahnt, was mehrfach mit den Worten 'Wir brauchen das nicht' abgelehnt wurde und nun im Nachgang dann nun doch in Auftrag gegeben wurde bzw. werden musste. Es wurde von Anfang an nicht richtig nachgedacht und sich hinter 'vergaberechtlichen Vorgaben' versteckt, deswegen sollen hier jetzt endlich Profis ans Werk, um nicht noch mehr Steuergelder zu verschwenden. Das läuft mittlerweile ins Uferlose! Da mittlerweile nach nunmehr einjährigem Stillstand die Kosten weiter exorbitant davon fortlaufen, die schon im siebenstelligen Betrag befürchtet werden, schon genug Steuergelder versenkt wurden sowie die Nutzung als Flüchtlingsunterkunft bei weiter zurückgehenden Zuwanderungszahlen nicht mehr als Notwendigkeit gesehen wird, wird hier dringend Handlungsbedarf gesehen, um die Situation für alle – und vor allen Dingen für die Steuerzahler – erklärbarer und akzeptabler zu machen, damit alle Freigerichter davon Nutzen und endlich vollumfängliche Kenntnis über alle weiteren Maßnahmen haben. Wir brauchen keine weiteren Überraschungen mehr bei der 'Linde'!"
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