Die Aufarbeitung des umstrittenen Kaufs des ehemaligen Hotels „Zur Linde“ in Horbach war von Beginn an ein komplexes Unterfangen – sowohl politisch als auch inhaltlich.
Die Aufarbeitung des umstrittenen Kaufs des ehemaligen Hotels „Zur Linde“ in Horbach war von Beginn an ein komplexes Unterfangen – sowohl politisch als auch inhaltlich.
Der Akteneinsichtsausschuss, der auf Initiative der CDU/GfF-Fraktion im Herbst 2024 eingesetzt wurde, hat nun seine Arbeit abgeschlossen. Auch der zwischenzeitlich verhängte Baustopp erfolgte auf Antrag der CDU/GfF. Mit dem nun vorliegenden Abschlussbericht sieht sich die Fraktion in ihrer damaligen Entscheidung bestätigt, dem Erwerb der Immobilie nicht zugestimmt zu haben.
„Die fehlerhafte Aktenführung und die mangelhafte Informationspolitik der zuständigen Verwaltungsorgane haben das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger belastet. Umso wichtiger war es, hier mit Gründlichkeit und Transparenz aufzuklären“, erklärt Fraktionsvorsitzender Florian Altmann (CDU/GfF). „Unser besonderer Dank gilt unserem Kollegen Patrice Göbel, der als Ausschussvorsitzender mit außergewöhnlichem Einsatz den umfangreichen Abschlussbericht nahezu im Alleingang erstellt hat. Seine Arbeit verdient höchste Anerkennung.“
Auch Ausschussmitglied Daniel Klein (CDU/GfF) hebt hervor: „Patrice Göbel hat durch seine sachliche, strukturierte und ausdauernde Arbeit maßgeblich zur Qualität und Tiefe des Berichts beigetragen. Dafür gebührt ihm großer Respekt.“
Ein ausdrücklicher Dank der Fraktion geht auch an Bürgermeister Waldemar Gogel, der den Ausschuss bei seiner Arbeit offen und konstruktiv begleitet hat. „Durch die personellen Erneuerungen in der Verwaltung und das neue Führungsverständnis unter Bürgermeister Gogel haben wir großes Vertrauen, dass die nun formulierten Handlungsempfehlungen ernst genommen und in konkretes Verwaltungshandeln überführt werden“, so Altmann.
Der 20-seitige Bericht zeigt sämtliche Defizite und Fehler auf und enthält zehn klare Handlungsempfehlungen an die Verwaltung – von der Einbindung externer Fachleute über eine nachvollziehbare Aktenführung bis hin zu mehr Transparenz im Umgang mit öffentlichen Mitteln. Ziel ist es, strukturelle Verbesserungen zu schaffen, die künftige Fehlentscheidungen wie im Fall der „Linde“ verhindern.
Es gehe nicht darum, die Verwaltung pauschalisiert zu kritisieren. „Ganz im Gegenteil sind wir davon überzeugt, dass die Mehrheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Rathauses eine sehr gute und zielgerichtete Arbeit leisten“, so der Ausschussvorsitzende Patrice Göbel.
Die CDU/GfF-Fraktion sieht im Abschlussbericht nicht nur eine Aufarbeitung der Vergangenheit, sondern auch eine Grundlage für nachhaltige Verbesserungen in der Verwaltungsarbeit. Die formelle Auflösung des Ausschusses ist für Ende Juni vorgesehen. Der Abschlussbericht kann auf der Internetseite der Gemeinde Freigericht (https://tinyurl.com/4rx48c7x) heruntergeladen werden.
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