Was kann ich tun, wenn ich in die Enge getrieben werde? Wo finde ich Hilfe? Diesen und ähnlichen Fragen gingen drei 6. Klassen der Kopernikusschule Freigericht in einem Pilotprojekt zu Selbstbehauptung und Selbstbewusstseinsstärkung nach.
Was kann ich tun, wenn ich in die Enge getrieben werde? Wo finde ich Hilfe? Diesen und ähnlichen Fragen gingen drei 6. Klassen der Kopernikusschule Freigericht in einem Pilotprojekt zu Selbstbehauptung und Selbstbewusstseinsstärkung nach.
Die Projektarbeit erfolgte dabei durch Christa Klose und Anna Christofzik von der „LAWINE“, der Beratungs- und Präventionsstelle gegen sexuelle Gewalt, sowie Heiko Loos vom Jugendamt des Main-Kinzig-Kreises, unterstützt von Lehrkräften der Schule. Die Finnzierung übernahm die Gelnhäuser Sauer & Schmidt - Stiftung.
Gearbeitet wurde in geschlechtsspezifischen Gruppen. Im Mittelpunkt standen gruppendynamische Übungen zu Selbstbehauptung sowie gewaltfreier Konfliktlösung. Ziel des Kurses war es, sich auf spielerische und kreative Art und Weise mit dem Thema „Gewalt“ zu beschäftigen, das Selbstbewusstsein zu stärken und die Handlungskompetenz zu erweitern. Die Kinder wurden für Alltagskonflikte sensibilisiert, für alltägliche Gewalt, aber auch Übergriffe sowie sexualisierte Gewalt in der Schule unter Schülerinnen und Schülern. Ein hohes Maß an Praxisbezug und die Bewusstwerdung, wo Hilfe und Unterstützung zu finden sind, prägen die Konzeption dieses Angebotes. „Wir sind sehr froh über diese für die Schule neue Kooperationsmöglichkeit mit weiteren externen Partnern“, so die Verantwortlichen aus dem Schulleitungsteam Christina Dauth und Kerstin Mathie. „Damit gelingt uns ein weiterer Schwerpunkt in unserer breit angelegten Arbeit im gewaltpräventiven Bereich.“
Besonders hervorzuheben ist im Rahmen dieser Projektarbeit die große finanzielle Unterstützung der Heinrich Sauer & Josef Schmidt Stiftung aus Gelnhausen, die die Durchführung des Projektes erst möglich machte und eine weitere Unterstützung im kommenden Schuljahr in Aussicht stellte. Unternehmen im Raum Freigericht haben dann auchdie Möglichkeit, einen Teil der Kurse mitzufinanzieren. Von der Stiftung ist es möglich, den Unternehmen Spendenquittung auszustellen.
Die abschließende Auswertung dieses Pilotdurchgangs ergab nur positive Rückmeldungen, sowohl von Seiten der Projektteamer als auch von Seiten der teilnehmenden Mädchen und Jungen, so dass einhellig verabredet wurde, das Projekt zu einem festen Bestandteil gewaltpräventiver Arbeit werden zu lassen und es im kommenden Schuljahr für alle 6. Klassen der Schule anzubieten. Bemühen wird sich die Sauer & Schmidt - Stiftung gemeinsam mit LAWINE, im Frühjahr einen eigenen männlichen Dozenten für Schüler zu besorgen.
Foto: Das Team, das sich in der Kopernikusschule Freigericht mit der Gewaltprävention befasst: Von links Kerstin Mathie (Leiterin Gesellschaftswissenschaften), Christina Dauth (Pädagogische Leiterin), Anna Christofzik und Christa Klose (LAWINE) und von der Sauer & Schmidt -Stiftung deren stv. Vorsitzender Reinhardt Wetjen. (Foto: Sauer & Schmidt - Stiftung)
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