Abwasserverband Freigericht erhält Fördermittel des Landes Hessen

Freigericht
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Der Abwasserverband Freigericht betreibt für die Abwässer der Gemeinden Freigericht, Hasselroth und der Ortsteile Hailer und Meerholz der Stadt Gelnhausen die Kläranlagen Niedermittlau und Neuenhaßlau.

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Beide Kläranlagen haben einen elektrischen Energiebedarf von zusammen rund 1.200.000 kWh pro Jahr. Durch die stetige Optimierung der verbauten Verfahrenstechnik konnten zwischenzeitlich erhebliche elektrische Energieeinsparungen verzeichnet werden. Grundlegend wurden die Einsparpotenziale im Rahmen einer Energieeffizienzanalyse, welche durch das Bundesumweltministerium gefördert wurde, ermittelt und konsequent umgesetzt. Dies führte zu einer Steigerung der Energieproduktion sowie zu einer Reduktion des Energiebedarfs.

Die innovativen Ansätze wurden dem Abwasserverband Freigericht weiterhin durch die Förderung eines Projektes, welches ebenfalls durch das Bundesumweltministerium mit ca. 380.000 € gefördert wurde, bestätigt. Ziel des Projektes ist die Gewinnung von Primärschlamm der beiden Anlagen. Dies führt zu einer weiteren Steigerung der Energieeigenproduktion durch die Gewinnung von energiereichem Schlamm. Ferner wird eine geringere Belastung der biologischen Reinigung zugeführt, was den Energiebedarf weiter reduziert. Die Fertigstellung der geförderten Maßnahme wird noch im Februar erfolgen.

Im Zuge der weiteren Optimierung soll nun das Belüftungssystem der Kläranlage Niedermittlau optimiert werden, da dies eines der größten Verbraucher darstellt. Die Umsetzung einer großflächigen Belüftung mit einem hohen Wirkungsgrad sowie die Anpassung der Belüftungstechnik auf den bedarfsgerechten Betrieb führen zu einer weiteren geschätzten Einsparung an elektrischer Energie von etwa 130.000 kWh bzw. 63 t CO2 pro Jahr. Die geschätzten Kosten hierfür belaufen sich auf etwa eine halbe Million Euro. Nach Umsetzung der Maßnahme kann die Kläranlage nicht nur energieautark betrieben werden, sondern führt mit dem gesamten Konzept und der Betriebsweise auch zu einer Nettoeinspeisung in das vorgelagerte Stromnetz. Damit würde ein einst energieintensiver Energienutzer zu einem Energieproduzenten. Die Signalwirkung auf vergleichbare Anlagen könnte zukünftig weitere Anlagenbetreiber dazu motivieren, ähnliche Schritte zur Vermeidung von Treibhausgasen umzusetzen.

Der Abwasserverband Freigericht konnte mit seinem Konzept nun auch beim Land Hessen überzeugen und erhält über die Förderung investiver kommunaler Maßnahmen zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen (Klimaschutzmaßnahmen) die Maximalförderung von 200.000 €. Durch die Förderung sollen die Ziele der Hessischen Landesregierung im Bereich des Klimaschutzes zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen sowie die Begrenzung der negativen Auswirkungen des Klimawandels unterstützt werden.

Foto: Kläranlage Niedermittlau.

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