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"An erster Stelle soll ein Vertreter von 'Main.Kinzig-Blüht.Netz' eingeladen werden, um als Grundlage für weitere Entscheidungen einen Vortrag zum Thema Blumenwiesen zu halten", erklärt Dr. Marc Ruppenthal für die „Freigerichter“-Fraktion, wie es ein Antrag der „Freigerichter“ in der kommenden Sitzung der Gemeindevertretung vorsieht. Diese Kampagne habe in den vergangenen Jahren immer mehr an Zuspruch gewonnen.

Das Projekt „Main-Kinzig blüht“ sei erfolgreich abgeschlossen und werde aktuell in einem neuen Projekt „Main.Kinzig.Blüht.Netz“ weitergeführt. "Es ist auf fünfeinhalb Jahre angelegt und wird im Bundesprogramm 'Biologische Vielfalt' mit Mitteln des Bundesumweltministeriums gefördert. Das Ziel ist, dass künftig heimische Pflanzen für die Insekten nicht nur in den Städten und Gemeinden blühen sollen, sondern auch in deren Umgebung. Auf diese Weise sollen sich Blühflächen vernetzen. Da die Gemeinde Freigericht und auch Bürger, Unternehmen, Landwirte und Vereine bereits Blühwiesen erfolgreich angelegt haben und dies verstärkt in den kommenden Jahren ausbauen und auch unterstützen will, wäre zuerst ein Fachvortrag zu dieser Thematik interessant und hilfreich für mögliche aktuelle und künftige Entscheidungen", so der Antrag der „Freigerichter“. Denn als etwas verfrüht betrachten „Die Freigerichter“ einen von der Verwaltung in gleicher Sitzung eingebrachten Antrag, sogleich Kosten für das Saatgut zum Anlegen von Blühflächen durch interessierte Landwirte anteilig zu übernehmen. "Die Gemeinde will hierbei sofort den Umbau einer landwirtschaftlichen Fläche in eine Blühwiese mit bis zu 50 Prozent der Kosten des Saatguts fördern. Die maximale Beteiligung soll auf 1.400 €/ha begrenzt und nur in Höhe der bereitgestellten Mittel bewilligt werden. Hierfür wird ein Betrag von 5.000 Euro vorgesehen, der in jeder zukünftigen Haushaltsplanung jährlich 5.000 Euro betragen soll. Was ist mit der finanziellen Unterstützung weiterer interessierter Bürger, die ebenso über Grundbesitz verfügen und diesen auch in blühende Landschaften verwandeln wollen?“, fragt sich Klaus Brönner, der eine Begrenzung nur auf die Landwirte als zu eng gefasst sieht, weswegen dies auch auf Privatpersonen und Vereine erweitert werden soll.

Das weitere Thema der „Freigerichter“ schließt sich nahtlos an: "In Rodenbach wurde Anfang November letzten Jahres der erste im Main-Kinzig-Kreis errichtet, aktuell ein weiterer in Maintal-Hochstadt: ein Bienenfutterautomat. Das soll auch in Freigericht bald der Fall sein. 'Die Freigerichter' möchten, dass bei 'Better World Machines, Sebastian Everding' ein solcher Automat erworben wird. Das dazugehörige Saatgut soll von 'Bienenretter Manufaktur Christian Bourgeois' bezogen werden. Durch einen solchen Bienenfutterautomaten, der aus alten original Kaugummiautomaten besteht, die in Handarbeit auf die Ausgabe von Saatgutmischungen umgerüstet wurden, können neue Nahrungsquellen für Wild- und Honigbienen geschaffen werden. Es handelt sich um ein nachhaltiges so genanntes Upcycling-Produkt, denn es werden durch den Erfinder Everding in Kooperation mit den Bienenrettern Frankfurt ausschließlich gebrauchte Teile umgearbeitet; ist also ein Unikat. Ebenfalls abzuklären ist, ob Zuschüsse hierfür abrufbar sind. In Rodenbach hatte sich die Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler (SPD) für dieses Projekt eingesetzt, das vom MKK mit Mitteln aus dem Naturschutz und im Rahmen seiner Initiative 'Main-Kinzig blüht' umgesetzt wurde. Der Freigerichter Automat soll an einer von Jugendlichen gut frequentierten Stelle angebracht werden. Die Kampagne 'Rettet die Bienen' hat in den vergangenen Jahren immer mehr an Unterstützung erfahren. Das Errichten von Blumenwiesen, biologischer Pflege von Flächen, aber auch Blühpflanzen an Grundstückrändern bis hin zu Blumenkästen hilft, dem Bienensterben entgegen zu wirken. Dieser Blumensamenautomat als ehemaliger, umgebauter Kaugummiautomat ist eine kleine Unterstützung für diese Rettung. Ausgewählte regionale Samen, deren Kauf das bundesweite Netzwerk zur Rettung der Bienen unterstützt, werden hier für ein paar Cent angeboten, im jahreszeitlichen Wechsel bestückt. Und da reicht ein kleiner Blumentopf schon aus, um daheim im Kleinen die Natur zu unterstützen. Der Nutzen im ideellen und auch praktischen Ansatz wird somit erfüllt. Von den Einnahmen aus dem Verkauf der Kapseln werden dann neue Samen gekauft. Aufgrund der nötigen Witterungsbeständigkeit und der Automatenmechanik kann noch nicht auf Plastik-Kapseln verzichtet werden. Diese können aber am Automaten zurückgegeben werden, werden gereinigt und neu befüllt. Somit kann Freigericht der biologischen Vielfalt beitragen, auf das Thema Naturschutz aufmerksam machen und für die so sehr wichtige Insektenvielfalt sorgen", erklärt Corinna Wagner von den „Freigerichtern“.

Ein weiterer Punkt handelt um die „Begrünung von Schottervorgärten“. So soll im Ausschuss über die Erstellung eines Wettbewerbskonzeptes für eine nach ökologischen Kriterien durchzuführende Umgestaltung von Vorgärten beraten werden. "Dabei sind insbesondere folgende Punkte zu berücksichtigen: 1. Ziel des Wettbewerbs ist, die nach festzulegenden Kriterien am besten umgesetzten Vorgartenprojekte zu prämieren, um durch eine Prämierung durch eine Fach-Jury einen zusätzlichen Anreiz bei den Freigerichter Bürgerinnen und Bürgern schaffen. 2. Bei den Kriterien sind Aspekte zum lokalen Klima-, Umwelt- und Insektenschutz besonders zu berücksichtigen. Das Diskussionsergebnis ist dem Haupt- und Finanzausschuss im 2. Halbjahr 2021 zur weiteren Diskussion vorzulegen. Sollte der Haupt- und Finanzausschuss der Gemeindevertretung empfehlen, dass für 2022 ein dementsprechendes Vorgarten-Wettbewerbskonzept auszuarbeiten ist, wird der Haupt- und Finanzausschuss ebenfalls gebeten, der Gemeindevertretung auch einen Vorschlag für die Höhe der Prämierungen zu empfehlen. Denn Vorgärten gelten nicht nur als Visitenkarte eines Gebäudes, sondern sind auch ein wesentlicher Baustein im regionalen Klima- und Umweltschutz. Insbesondere zu Zeiten des immer präsenter werdenden Klimawandels und dem bedrohlichen Artenverlust ist eine naturnahe und grüne Gestaltung der Vorgärten im Prinzip unverzichtbar. Darüber hinaus soll ein Wettbewerb die Freigerichter Bevölkerung dazu animieren, aktiv Umweltschutz zu betreiben und so die Lebensqualität jedes Einzelnen zu erhöhen. Damit würde das Bewusstsein für die heimische Natur in unserer Gemeinde weiter gestärkt, meinen „Die Freigerichter“ als Mitantragssteller mit der SPD-Fraktion.

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