Am Freitagabend fand die Gründungssitzung der Arbeitsgruppe Windenergie-Freigericht des Energiestammtisch Freigericht e.V. (ESF) im Rahmen eines Onlinemeetings statt.
Am Freitagabend fand die Gründungssitzung der Arbeitsgruppe Windenergie-Freigericht des Energiestammtisch Freigericht e.V. (ESF) im Rahmen eines Onlinemeetings statt.
Die fast 20-köpfige Gruppe hat sich zum Ziel gesetzt, Aufklärungsarbeit in Bezug auf die geplanten Windenergie-Anlagen im Freigerichter Wald zu leisten. Nach dem Beschluss im Gemeindeparlament zur Eignungs-Überprüfung der Vorrangflächen im Freigerichter Wald, Region Solzert, möchte der Arbeitskreis die Bürger mit allen relevanten Informationen aufklären. Dies soll auch mittels der eigens eingerichteten Internetseite www.windenergie-freigericht.de erfolgen. Hier bestehe für alle interessierten Bürger die Möglichkeit, jederzeit den gesammelten Wissensstand in Ruhe nachzulesen.
Die Mitglieder der Arbeitsgruppe setzen sich aus Vereinsmitgliedern des ESF zusammen. Fast die Hälfte der Gruppenteilnehmer hat sich vor kurzem dazu entschlossen, die ESF Arbeitsgruppe Windenergie Freigericht zu unterstützen und trat dem ESF bei. Weitere Bürger, die sich an der Aufklärungsarbeit für die Errichtung der Windenergie-Anlagen beteiligen möchten, sind sehr willkommen. Die Arbeitsgruppe möchte ein besonderes Augenmerk auf die transparente und sachliche Korrespondenz zu diesem Thema richten, um die Freigerichter Bürger zu informieren. Dazu sollen bisher von anderen Stellen getätigte Falschmeldungen überprüft und wenn nötig durch Fakten richtiggestellt werden. Wissenschaftliche Untersuchungen zu den vielen im Raum stehenden Aussagen sollen hierzu herangezogen und den interessierten Bürgern zugänglich gemacht werden.
"Nach aktuellen Umfragen sind rund drei Viertel der deutschen Bevölkerung generell für Windkraftanlagen – auch wenn diese in der Nähe der Wohnbebauung stehen bzw. errichtet werden. Wir sehen uns als Repräsentanten der Bürgerinnen und Bürger, die in der Windkraft eine Chance sehen und die die Energiewende aktiv mitgestalten möchten. Wir wollen den Einfluss der Windkraftanlagen nicht kleinreden, doch es geht um Verhältnismäßigkeit“, teilt der Sprecher der AG, Josef Keller. mit.
Und weiter: "Schaut man sich die existierenden wissenschaftlichen Untersuchungen zur Problematik 'Vogelsterben und Windkraftanlagen' an, so stellt man schnell fest, dass die Reduzierung der Vogelpopulationen seit den neunziger Jahren in großen Teilen nicht mit dem Ausbau der Windenergie zusammenhängt. Eine Hauptursache ist vielmehr der Nahrungsmangel, ausgelöst durch intensivere Landwirtschaft und die damit einhergehende Verschlechterung der Erreichbarkeit von Beute. Die Windenergie trägt sogar dazu bei, ein noch viel größeres Artensterben zu verhindern, denn Klimawandel und Dürresommer bedrohen in weitaus größerem Ausmaß Flora und Fauna. Die erste Sitzung der Arbeitsgruppe war insgesamt sehr produktiv und hat gezeigt, dass es vielen Freigerichter Bürgern wichtig ist, Umweltschutz nicht nur im Kleinen, sondern auch im großen Ganzen zu sehen. Was nützt es uns zu verhindern, dass einige Bäume für den Bau von Windkraftanlagen gefällt werden, wenn durch immer stärker werdende Trockenheit und zunehmende Stürme ganze Waldstriche zerstört werden. Auch der Wunsch nach einer unabhängigen und preisstabilen Energieversorgung ist für viele Freigerichter ein wichtiges Argument für Windenergieerzeugung auf lokaler Ebene. Die Arbeitsgruppe möchte mit der oben beschriebenen Webseite, Presseberichten, Flyern und Plakaten, aber auch mit Veranstaltungen seriös zum Thema Windkraft in Freigericht informieren und aufklären."
Ihnen ist etwas Interessantes aufgefallen im Main-Kinzig-Kreis? Schreiben Sie uns an info@vorsprung-online.de