"Windwahnsinn in letzter Minute noch verhindern"

Freigericht
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"Vorsicht Falle! JA anzukreuzen, wenn man dagegen ist: diese Fußangel sollte jeder Wählerin und jedem Wähler bekannt sein, der am 10.07.2022 gegen die Windindustrieanlagen im Wald oberhalb von Neuses zur Abstimmung geht", wirbt die Wählergemeinschaft „Die Freigerichter“ dafür, dass möglichst alle, die das Bürgerbegehren unterzeichnet hatten und noch viele weitere, die sich mittlerweile eine fundierte Meinung gebildet haben, zum Bürgerentscheid gehen und ihr Kreuzchen eindeutig beim „JA“ setzen.

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„Nur damit können wir den Windwahnsinn in letzter Minute noch verhindern!“, betont der Fraktionsvorsitzende Klaus Brönner. "Angesichts der Leserbriefschreiber – vorwiegend von SPD oder Grünen beziehungsweise. von dem von Grünen unterwanderten, angeblich politisch neutralen Energiestammtisch – sehen sich 'Die Freigerichter' in der Pflicht, eine Stellungnahme abzugeben. Was uns sehr erschüttert hatte, war, dass beim Grundsatzbeschluss am 1. April die Bürgermeisterpartei SPD, die Grünen und die UWG definitiv pro Windkraft für die Schaffung von Windindustrie und Zerstörung von Natur gestimmt hatten. Und im gleichen Atemzug bekräftigt die UWG öffentlichg, den wohl damals schon sehr wahrscheinlichen Bürgerentscheid unterstützen zu wollen. Eine Unterstützung beschränkt sich jedoch weißgott nicht auf einen Dienst im Wahllokal", meint Heinz Niereisel.

Eine Unterstützung siehe anders aus, wie jeder mündige Bürger schnell feststellen könne: "Das dürften die Wähler und Wählerinnen bei den nächsten Kommunalwahlen in keinem Fall vergessen", mahnt Martin Pagitsch. Und hätte SPD, UWG und Grüne gleich dagegen gestimmt, hätte sich die Gemeinde das sehr kosten- und personalintensive Auszählen der vielen gesammelten Stimmen des Bürgerbegehrens zur Einleitung des Bürgerentscheids wirklich sparen können.

„Auch das sind Steuergelder. Und dann das öffentliche Engagement der Grünen gegen die Umgehungsstraße Freigericht-Hasselroth, die seit Anfang der 70er Jahre geplant wird, was sich auch durch Meinungsäußerungen der selben Leserbriefschreiber lesen lässt, ist eine große Farce. Hier wird sich massiv gegen Umwelt- und Naturzerstörung der Felder aufgelehnt – und in Neuses schulterzuckend zur Kenntnis genommen beziehungsweise vehement unterstützt, dass jahrzehntelang gewachsener natürlicher, gesunder Baumbestand für sogenannte nachhaltige Energieerzeugung, sprich Windindustrie, niedergewalzt wird, wobei die Grünen meinen, dieser Eingriff in die Natur wäre zu rechtfertigen. Dazu die massive Betonversiegelung des Waldbodens, die auch nach einem eventuellen Rückbau der Anlagen immer im Boden verbleibt. Was das für den Hochwasserschutz für Neuses bedeutet, dürfte allen klar sein“, meint Klaus Brönner. Die Fundamente der neuen Windkraftanlagen hätten einen Durchmesser von ca. 25 Meter, dies entspreche 500 m2 für ein Windrad und circa 2.000 m2 für die geplanten vier Windräder. Alleine der hohe Freizeitdruck im Gemeindewald führe ohnehin schon zu Versiegelungen des Waldbodens. Und da brauche sich die Umweltpartei nicht so plakativ um den Hochwasserschutz in Somborn in der Alten Hauptstraße zu kümmern, wenn das sonst in Freigericht, explizit Neuses, kein Thema zu sein scheine.

Was „Die Freigerichter“ auch sehr bedauern, ist das Verhalten des angeblich neutralen Energiestammtischs Freigericht: "Dessen Leiter ist recht pro Windindustrie eingestellt und die zusätzliche Arbeitsgruppe innerhalb des Energiestammtischs zum Thema ist von grünen Umweltpolitikern und deren eindeutig ausgeprägten Meinungen geprägt. Ein sachlicher Austausch aller Argumente kann nicht stattfinden und ist auch nicht gewünscht. Es hatte sich diesbezüglich ein pro-Windindustrie-Leserbriefschreiber öffentlich gewundert, dass von der Initiative Gegenwind Freigericht niemand bei den vom Energiestammtisch ausgerichteten Energietagen vertreten war, um Argumente auszutauschen", so Brönner. Und weiter: „Die IG Gegenwind hatte frühzeitig Kontakt mit dem Vorsitzenden des Energiestammtisches aufgenommen, um im demokratischen Wettbewerb im Rahmen der vergangenen Freigerichter Energietage kritisch auf das Windradprojekt eine andere Sichtweise dem mündigen Bürger aufzuzeigen. Leider wurden die IG vom Vorsitzenden schriftlich ausgeladen, mit der Begründung '[…]  Die Ausstellung ist nicht dafür gedacht, die Energiewende zu verhindern […]'. Daraufhin hat die IG Gegenwind weitere Bestrebungen eingestellt. Der Dialog war und ist offensichtlich nicht gewünscht. Die mündigen Freigerichter sind nach wie vor nicht gegen Windräder, sondern nur gegen Windräder im Standort Wald, dem Naherholungsgebiet. Die Freigerichter sind grundsätzlich für erneuerbare Energien und können sich gut eine eigene Meinung ohne ständige Beeinflussungen und Belehrungen bilden, aber man muss sich auch Gedanken darüber machen, welche negativen Folgen das für den Standort, die Bürger, die Natur hat. Und dies alles, obwohl die Windhöffigkeit – also, die Messgröße, ab wann sich die Nutzung von Windkraft überhaupt lohnt – um untersten Rand liege. Die Forderung 'Neue Windräder müssen her' ist  kurzsichtig. Sie löst unser Energieproblem nicht und macht das Netz instabiler. Heute im Freigerichter Wald voreilig ein Wind-Kraft-Industrie-Gebiet zu errichten, ist weder ökonomisch noch ökologisch vertretbar. Unser Wald, ein nicht ersetzbarer CO2-Speicher, muss geschützt und darf nicht ohne Not vernichtet werden. Der Ausbau von Windenergie muss im Einklang mit der Natur da erfolgen, wo das empfindliche Ökosystem Wald nicht gestört wird."

„Die Freigerichter“ wundern sich "über die massive Einseitigkeit, wie hier die Installation der Windindustrie ohne Rücksicht vorangetrieben wird. Wahrscheinlich auch trotzdem in der Zeit vor dem anstehenden Bürgerentscheid“, vermutet Martin Pagitsch. Die Wählergemeinschaft vermisst  ebensolches emsiges Bemühen des Bürgermeisters in puncto Biogasanlagen oder Solarparkausweisungen. Hier werde von der Verwaltung so lange geprüft, bis die Flächen nicht mehr geeignet seien. Auch die angeregte, ins Spiel gebrachte Standortprüfung am ehemaligen Kalksteinbruch Altenmittlau scheine wohl schon wieder Geschichte zu sein, da offensichtlich der Beweidung durch Heckrinder größeren Vorzug gegeben werde als der Energiewende. "Und man wisse sehr wohl, wie viel CO2 Rinder ausstößen. Eine wohl durchdachte nachhaltige Energiestrategie gibt es hier in Freigericht nicht", bedauern „Die Freigerichter“. „Hier wird wirklich nicht für unsere Kinder und Enkel gehandelt, wie uns SPD, UWG und die Grünen glauben machen wollen“, schließt der Fraktionsvorsitzende Klaus Brönner.


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