Hans Konrad Neuroth
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"Sicher haben sich viele Bürgerinnen und Bürger eine fundierte Meinung zu diesem Thema gebildet. Etwas Unsicherheit herrscht jedoch noch im Abstimmungsverfahren. Mit einem NEIN beim Bürgerentscheid stimmt man für das Prüfverfahren! Nicht mehr und nicht weniger. Die Aussage ist falsch, dass die Bürgerinnen und Bürger damit für die Windräder stimmen. Man versucht mit allen Mitteln, das Prüfverfahren zu verhindern. Die Frage ist, wollen wir Freigerichterinnen und Freigerichter das? Wir sollten die Chance nutzen, das Prüfverfahren zuzulassen. Die dann zu erstellenden Gutachten basieren auf dem Bundesimmissionsschutzgesetz. In der Umweltverträglichkeitsprüfung wird der Einfluss auf Flora und Fauna, Schattenwurf, Geräuschentwicklung und dergleichen untersucht. Umwelt- und Naturschutzverbände sind mit eingebunden. Der Energiestammtisch Freigericht hat mit der Arbeitsgruppe Windenergie sachliche und belegbare Fakten zur Windenergie zusammengetragen. Diese Arbeitsgruppe setzt sich aus Mitgliedern des Energiestammtisches zusammen. Natürlich sind einige Vereinsmitglieder der Arbeitsgruppe auch teilweise in den politischen Gremien in Freigericht tätig. Auf die getroffene Aussage der Unterwanderung durch GRÜNE möchte ich nicht näher eingehen. Es gehört zu einem guten Stil, jegliche Polemik zu vermeiden und auf Halbwissen zu verzichten. Daran haben wir uns immer gehalten und erwarten das auch von Menschen, die unsere Meinung zum Thema Windkraft nicht teilen. Unser Anliegen ist es, mit Fakten zu überzeugen. Ein sachlicher Austausch ist sehr wohl gewünscht", so der Energiestammtisch Freigericht in einer Pressemitteilung. 

Birgit Hertlein, Vorsitzende der Arbeitsgruppe Windenergie des Energie-Stammtisches-Freigericht, reagiert auf die Aussagen des Fraktionsvorsitzenden Klaus Brönner in der bereits zuvor angesprochenen Pressemitteilung der Wählergemeinschaft "Die Freigerichter" (DF) (hier lesen): "Es ist korrekt, dass durch die Fundamente eine Bodenversieglung von insgesamt ca. 2.000 m² = 50 m x 40 m erfolgen würde. Die Fundamente reichen bei modernen Windrädern oft weniger als einen Meter in die Erde. Diese Fundamente verbleiben keinesfalls im Wald, sollten die Windräder einmal rückgebaut werden. Der Rückbau unmittelbar nach Stilllegung ist vorgeschrieben und wird finanziell abgesichert. Die Investoren müssen für den Rückbau eine Sicherheitsleistung in Form einer Bankbürgschaft hinterlegen oder ein Treuhandkonto einrichten. Diese vertragliche Ausgestaltung hätte die Gemeinde als Grundstückseigentümer in der Hand. Eine Überschwemmungsgefahr für Neuses aufgrund der Fläche von insgesamt ca. 50 m x 40 m abzuleiten dürfte bei nüchterner Betrachtung sehr abwegig sein. Es spricht alles dagegen, Windenergie durch eine Biogasanlage ersetzen zu wollen. Beim Anbau von Mais-Monokulturen ist die Biodiversität nicht vorhanden. Wenn man den Boden zwischen den Maisreihen betrachtet, ist das offensichtlich. Blanke Erde, kein Lebensraum für Artenvielfalt. Wir werden die wertvolle landwirtschaftliche Fläche in Zukunft vorranging für die Erzeugung von Lebensmitteln nutzen müssen. Weniger ertragreiche Flächen können mit Photovoltaikanlagen in Ergänzung zur Windkraft genutzt werden. So gleichen sich saisonale Schwankungen bei Wind- und Solarenergie gegenseitig aus. Was man gerne beim Thema Biogasanlagen unberücksichtigt lässt, ist die riesige Logistik, die dafür benötigt wird. Mit wie vielen Lkw-Ladungen Biomasse und Gülletransporten täglich möchte man die Bürgerinnen und Bürger zusätzlich belasten? Zusätzlicher CO2 Ausstoß durch die Transporte inbegriffen… Dies alles mit einer mageren Effizienz im Vergleich zur Windkraft."

Außerdem äußert sich Hertlein zu den Kosten des Bürgerentscheids: "Es wird in der Pressemitteilung gesagt, die hohen Kosten des Bürgerentscheids hätten vermieden werden können, wenn UWG, GRÜNE und SPD gleich gegen ein Prüfverfahren zur Windkraft gestimmt hätten. Umgekehrt wird ein Schuh draus: Es gab einen Mehrheitsbeschluss der Fraktionen für ein Prüfverfahren. Die überstimmten Fraktionen von CDU, DF und "Gemeinsam für Freigericht" (GFF) haben sich entschieden, gegen diesen demokratischen Beschluss vorzugehen, unter Inkaufnahme der hohen Kosten.  Wir, die Arbeitsgruppe Windenergie des Energiestammtischs Freigericht, haben uns zum Ziel gesetzt, bis zum 10.07. mit Sachlichkeit, nachprüfbaren Fakten und Offenheit unseren Beitrag an Informationen zu leisten. Donnerstags stehen wir an unserem Infostand auf dem Wochenmarkt am Rathausplatz von 09:00 – 12:30 Rede und Antwort. Lassen Sie uns aufeinander zugehen. Sachlich und fair im Umgang miteinander fundiert Meinungen und Informationen austauschen. Für Dienstag, den 05.07.22 um 19:00 Uhr laden wir die Bürgerinnen und Bürger herzlich zu einem Vortrag zum Thema Windenergie in Freigericht, welcher in der Solararena Somborn stattfindet, ein. Unser Mitglied, Herr Holger Marquardt, informiert ausführlich zum Thema Windenergie und beantwortet gerne Fragen hierzu."


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