Freigericht: Revierförster Markus Betz geht in Pension

Markus Betz (links) bekommt vom ehemaligen Forstamtsleiter Lutz Hofheinz die Ruhestandsurkunde überreicht.

Freigericht

Jeder im Freigericht kennt ihn. Revierförster Markus Betz geht nach über 30 Jahren in den Ruhestand. "Was gibt es Schöneres für einen Förster, als dass er bereits die Früchte seines Wirkens sehen kann?", so der damalige Forstamtsleiter Lutz Hofheinz vom Forstamt Hanau-Wolfgang, der die Ruhestandsurkunde am letzten aktiven Arbeitstag Mitte Mai überreichte. "Markus Betz steht für eine nachhaltige und naturgemäße Waldbewirtschaftung."

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Und das wurde ihm eigentlich bereits in die Wiege gelegt. Auch sein Vater war Förster im Freigericht. Dass Markus Betz auch Förster wird, war allerdings nicht unbedingt vorgezeichnet. Der frischgebackene Pensionär probierte zunächst andere Berufsrichtungen aus, unter anderem verschiedene kaufmännische Tätigkeiten. Dann entschloss er sich doch, in die Fußstapfen seines Vaters zu treten und Forstwirtschaft zu studieren. Ein Glücksfall für die Gemeinde Freigericht, denn nach der Pensionierung seines Vaters konnte er das damalige Revier Altenmittlau im Frühjahr 1993 übernehmen.

Markus Betz "lebt" den Gemeindewald Freigericht. Für die Gemeinde bewirtschaftete er den Wald mit Blick auf die Zukunft und die Klimaveränderungen. Für die Bürgerinnen und Bürger war er je-derzeit Ansprechpartner, insbesondere im Hinblick auf die örtliche Brennholzversorgung. Ihm war immer der Blick über den Tellerrand wichtig. Ein besonderes Anliegen war es ihm, das Verständnis der Bürgerinnen und Bürger für das Ökosystem Wald zu erweitern. Somit lag ein Schwerpunkt seiner Arbeit auch auf der forstlichen Öffentlichkeitsarbeit. Viele Menschen haben auch sein Engagement in der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald wahrgenommen, in dessen Rahmen er viele Aufforstungen organisiert und durchgeführt hat.

Überhaupt zieht sich das Thema "Fort- und Weiterbildung" wie ein Roter Faden durch seinen beruflichen Lebensweg. Neben einer Vielzahl von Lehrgängen schloss sich im Jahr 2008 noch ein Mastertitel im Bereich Umweltschutz an. Die Umweltbildung lag und liegt ihm ebenso am Herzen. So hat er sich kurz vor dem Ende seiner beruflichen Laufbahn nochmal verstärkt diesem Thema gewidmet und sich für das Waldpädagogikzertifikat qualifiziert. Seine Fähigkeiten und Qualifikationen wird er auch nach seiner Pensionierung an geeigneten Stellen im Bereich des ehrenamtlichen Engagements einsetzen. Eines der Themen wird die Vorstands-arbeit im SDW- Bezirksverband Gelnhausen, Hassselroth, Hanau und Rodenbach e.V. mit dem Schwerpunkt "Jugendwaldheim" Hasselroth-Niedermittlau sein.

Das Revier legt er in kompetente Hände. Anfang September wird eine junge Kollegin die Leitung des Forstreviers Freigericht übernehmen.

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Markus Betz (links) bekommt vom ehemaligen Forstamtsleiter Lutz Hofheinz die Ruhestandsurkunde überreicht.


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