Mit der konstituierenden Sitzung der Gemeindevertretung am 23.04. und der vorbereitenden Fraktionssitzung haben „Die Freigerichter“ mit vier Neulingen und drei „alten Hasen“ ihr Programm für die künftige Legislaturperiode abgesteckt.
Nach dem tragischen Tod von Giorgina Boselli und der Wahl von Martin Pagitsch in den Gemeindevorstand sind Detlef Benkert und Rupert Grüb nachgerückt.
Marco Groh, neugewählter Fraktionsvorsitzender, zeigte sich hierbei positiv überrascht von der guten interfraktionellen Zusammenarbeit. So konnten Ausschussgrößen und die Besetzungen von Gemeindevorstand und Präsidium einvernehmlich ohne große Diskussionen geklärt werden. Deshalb zeigte sich Groh auch überrascht, "dass bei einer scheinbar unwichtigen Sache, der Reihenfolge der stellvertretenden Vorsitzenden der Gemeindevertretung (Hinweis: Die hessische Gemeindeordnung sieht nicht einmal mehr eine Reihenfolge vor), nicht mehr das Kommunalwahlergebnis zählte sondern die 'Leihstimmen' der CDU, die eine scheinbar willkürliche Reihenfolge festgesetzt haben. Das hatte schon ein Geschmäckle“, so Groh, der nun gespannt ist, ob und wie die Zusammenarbeit fortgesetzt wird.
Inhaltlich habe sich die Fraktion mit drei Arbeitskreisen positioniert. So sollen neben der Windkraft die Themen Energie und Jugend/ Soziales besonders behandelt werden. Für eine Fraktion bestehend aus sechs Mitgliedern und einem Gemeindevorstand herausfordernd, aber DIE FREIGERICHTER betonen, dass sie in der Bevölkerung verwurzelt sind und gerade diese Themen gemeinsam mit Nicht-Fraktionsmitgliedern erarbeitet werden sollen. Daher sollen auch regelmäßig im Rahmen der Fraktionssitzungen Bürgertreffs stattfinden. Genauer Ort und Zeit werden jeweils bekanntgegeben.
Und auch bei den aktuellen Themen der Gemeindevertretung sind DIE FREIGERICHTER laut eigenen Angaben bereits am Puls. "Die Änderungen in der Hauptsatzung und der Geschäftsordnung sind kritisch zu hinterfragen. Wichtig ist auch hier die Bürgerbeteiligung. Die Online-Übertragung der Sitzungen sollte selbstverständlich werden. Und auf keinen Fall darf zu viel in den Gemeindevorstand delegiert werden. Dann passiert das alles hinter verschlossenen Türen und der Bürger bekommt nichts mit“, kritisiert Carmen Brönner die vorgesehenen höheren Grenzen für die Entscheidungen im Gemeindevorstand. „Wir müssen genau andersherum Kompetenzen wieder in die Gemeindevertretung zurückverlagern“, ist sie sich sicher.
Ihnen ist etwas Interessantes aufgefallen im Main-Kinzig-Kreis? Schreiben Sie uns an info@vorsprung-online.de
















