Die CDU Freigericht will in der nächsten Gemeindevertretersitzung im Oktober die Rücknahme des Beschlusses des Parlaments zur ursprünglich geplanten Umgehungsstraße Freigericht/Hasselroth beantragen.
Die CDU Freigericht will in der nächsten Gemeindevertretersitzung im Oktober die Rücknahme des Beschlusses des Parlaments zur ursprünglich geplanten Umgehungsstraße Freigericht/Hasselroth beantragen.
Die Gemeindevertreter hatten gegen die Stimmen der CDU-Vertreter mehrheitlich im Mai 2012 die Fortführung der schon weit fortgeschrittenen Planungen abgelehnt. "Wir waren in einer Schockstarre", begründen die Gemeindevertreter Hugo Klein, Klaus Brönner, Sebastian Klüh sowie der stellvertretende Vorsitzende Norbert Peter, warum sie sich jetzt erst wieder bei diesem Thema zu Wort melden.
Und trotz der erst vor kurzem verkündeten Entscheidung des Hessischen Verkehrsministeriums, den „Hasselrother Teil“ der ursprünglichen Planung nicht fortzuführen, sind die vier Christdemokraten überraschend optimistisch. Der Landtagsabgeordnete Hugo Klein soll eine entsprechende Eingabe beim Ministerium machen und auch mit dem CDU-Bundestagsabgeordneten Dr. Peter Tauber, bislang bei diesem Thema wenig bis gar nicht in Erscheinung getreten, haben die Freigerichter anscheinend schon gesprochen. „Er unterstützt uns bei der Suche nach einer einvernehmlichen Lösung“, heißt laut Norbert Peter die offizielle Verlautbarung.
Die Umgehungsstraße soll demnach am Wehrweide-Kreisel in Somborn an Gondsroth vorbei in Richtung neue Bahnüberführung in Niedermittlau führen, also genau so, wie von vielen Hasselrothern und einer Bürgerinitiative seit Monaten vergeblich gefordert – ohne jegliche Unterstützung aus Freigericht. „Wenn wir das Gewerbegebiet ausbauen wollen, brauchen wir diese Umgehungsstraße“, sagt Klaus Brönner, sein Parteifreund Sebastian Klüh unterstützt ihn mit dem Hinweis, dass eine Lösung gefunden werden muss, wie der Verkehr in Zukunft aus Freigericht abfließen kann. Die vom Ministerium geäußerten juristischen Hindernisse und die damit verbundene Erklärung, dass eine Planung nicht fortgesetzt, sondern komplett von neuem beginnen müsse, stört die Freigerichter CDU anscheinend nicht.
Vielmehr wird sogar für die Nachbargemeinde Hasselroth mitgedacht: Am Rande der Umgehungsstraße könnte zwischen Gondsroth und Niedermittlau auf dem jetzigen Modellflugplatz auf zehn Hektar ein komplett neues Gewerbegebiet entstehen, so der Vorschlag der CDU Freigericht. Gefallen haben die Christdemokraten auch an der Idee der Parteikollegen in Hasselroth gefunden, die Lärm- und möglicherweise auch Feinstaubmessungen in ihrer Gemeinde durchführen und damit auf die Gesundheitsgefährdung der Bevölkerung hinweisen wollen. „Vielleicht haben wir uns zu sehr darauf verlassen, dass die Planung doch noch fortgesetzt wird“, gesteht der CDU-Landtagsabgeordnete Hugo Klein, selbst bei öffentlichen Sitzungen der Bürgerinitiative in Hasselroth zu Gast, eigene Fehler ein. Gespräche über die weitere, gemeinsame Vorgehensweise sollen mit diesen engagierten Bürgern und dem Hasselrother Rathauschef Uwe Scharf in den nächsten Wochen stattfinden. „Wir sind fest entschlossen, am Ball zu bleiben“, geben sich die vier Freigerichter Christdemokraten kämpferisch.
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