Umgehungsstraße: Freigericht verkündet endgültiges Aus

Freigericht

Die Gemeinden Freigericht und Hasselroth werden nicht mehr gemeinsam für den Bau einer Umgehungsstraße eintreten.

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Ortsschild FreigerichtAuf der zweiten Sitzung aller Fraktionsvorsitzenden sowie der beiden Bürgermeister und Gemeindevertretungsvorsitzenden der Kommunen blieb die Mehrheit der Freigerichter Fraktionen bei ihrer bereits zweimal im Parlament getroffenen Entscheidung, die Pläne für die ursprüngliche Umgehungsstraße Freigericht/Hasselroth nicht wieder aufleben zu lassen.

Nach dem das erste Treffen Ende Oktober in Hasselroth stattgefunden hatte, war diesmal das Rathaus in Freigericht der Tagungsort. Den Vorsitz führte Helmut Müller, Vorsteher des Hasselrother Parlaments, der sich zu den Inhalten allerdings nicht äußern wollte, weil darüber Stillschweigen vereinbart worden sei und erst nach einem weiteren Treffen Ende März die Öffentlichkeit über den Stand der Gespräche über die interkommunale Zusammenarbeit informiert werden solle. „Ich hoffe, dass sich in Freigericht und Hasselroth eine Koalition der Vernunft bildet. Beiden Gemeinden steht das Wasser bis zum Hals und wir sind zum Sparen gezwungen. Daher sollten wir uns endlich aufrappeln, vernünftige Politik zum Wohle aller Bürger zu machen“, hat er aber anscheinend zumindest die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass es trotz der fehlenden Unterstützung aus Freigericht für die Umgehungsstraßen-Pläne noch andere Themenfelder für eine Zusammenarbeit gibt. „Die Hasselrother Seite hat natürlich sehr bedauert, dass die Freigerichter Fraktionen bei dem Großprojekt Umgehungsstraße Freigericht/Hasselroth weiterhin Nein sagen. Wir werden dieses Projekt dementsprechend alleine fortführen mit der kleinen Lösung“, erklärte Müller auf Nachfrage.

Auch sein Freigerichter Kollege Klaus Brönner wollte keine Details zu den Gesprächen preisgegeben, erklärte aber zumindest vielsagend: „Keine Fraktion außerhalb der CDU verändert ihren Standpunkt“, schließt er allerdings nicht aus, dass sich im anstehenden Kommunalwahlkampf vor allem bei UWG und SPD doch noch ein anderes Meinungsbild findet. Seine Fraktion werde in jedem Fall alle Bemühungen unterstützen, die für eine Verkehrsentlastung vor allem für Gondsroth sorgen: „Wir finden beispielsweise die dort geplanten Lärmmessungen richtig und wichtig, für uns ist weiterhin völlig klar, dass dort etwas geschehen muss.“

Bleibt noch die Frage: Bei welchen Themen bietet sich eine interkommunale Zusammenarbeit zwischen Freigericht und Hasselroth ansonsten noch an? Auf der Tagesordnung der interfraktionellen Runde mit Bürgermeister und Parlamentsvorsteher steht weiterhin ein gemeinsamer Ordnungspolizeibezirk sowie die Erweiterung des Gewerbeparks Birkenhain (Freigericht-Bernbach) in Richtung Hasselroth-Niedermittlau. Auch die Übertragung der Kanalnetze der Gemeinden an den gemeinsamen Abwasserverband soll Ende März erneut diskutiert werden.


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