Verdacht der Vergewaltigung: Zahlreiche Beweisanträge

Freigericht

Zweiter Verhandlungstag im Prozess gegen einen 36-jährigen Freigerichter wegen Verdachts der Vergewaltigung.

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gerichtVor dem Schöffengericht im Amtsgericht Gelnhausen wurden am Donnerstag zwei Zeuginnen vernommen, die vor allem zum Umgang der beiden Eheleute miteinander aussagten und nach ihrem Wissen über die Tatvorwürfe befragt wurden. Die Staatsanwaltschaft Hanau hatte Anklage erhoben, nach dem die Noch-Ehefrau des Angeklagten behauptet hatte, dass dieser in einer Nacht im November 2011 an der Vogelschutzhütte in Somborn gegen ihren Willen in einem Auto mit ihr Geschlechtsverkehr vollzogen habe. Ihre Widerstandsfähigkeit soll dabei aufgrund der Einnahme eines Medikamenten-Mixes eingeschränkt gewesen sein. Die 38-Jährige bekräftigte diesen Vorwurf bei ihrer mehrstündigen Zeugenvernehmung am Dienstag, die Verteidigung hat nun umfangreiche Beweisanträge gestellt, um ihre Aussage zu widerlegen.

Der Angeklagte sei ein „sensibler, lieber, höflicher Mensch“, erklärte eine 40-jährige Gelnhäuserin, die eigentlich nur als Zuschauerin in den Gerichtssaal kam und dann auf Antrag der Staatsanwaltschaft als Zeugin gehört wurde. Angaben zu einem möglichen Tatgeschehen konnte sie allerdings nicht machen. Die zweite Zeugin, ebenfalls aus Gelnhausen, bezeichnete sich als Freundin des vermeintlichen Opfers: „Ich habe sie häufig in Zuständen erlebt, in denen es ihr sehr schlecht ging“, habe sie die 38-Jährige zudem oftmals als „kleines, verängstigendes Mädchen“ wahrgenommen. Von dem angeklagten Tatvorwurf an der Vogelschutzhütte in Somborn habe sie „vom Gefühl her zwei Wochen danach“ erzählt bekommen. Den Angeklagten habe sie einmal „wütend, aggressiv“ erlebt, anschließend habe er ihr die Freundschaft gekündigt.

Der zweite Verhandlungstag endete mit der Verlesung von zahlreichen Beweisanträgen der beiden Verteidiger Michael Schmitt und Christoph Pfeifer und einem juristischen Kniff: So sollen Staatsanwalt Jung und die 38-Jährige selbst zu Auszügen ihrer Aussage am ersten Verhandlungstag gehört werden beziehungsweise diese bestätigen. Zugleich sollen unter anderem Polizeibeamtinnen als Zeuginnen geladen werden, bei deren Vernehmung sie andere Angaben gemacht haben soll. Auch ein ehemaliger Nachbar der 38-Jährigen, mit dem sie eine Affäre gehabt haben soll, soll als Zeuge gehört werden. Die Entscheidung über die Beweisanträge will das Schöffengericht zu Beginn des nächsten Hauptverhandlungstermins verkünden. Der Prozess wird am 2. April ab 9 Uhr im Amtsgericht Gelnhausen fortgesetzt.


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