Der etwas andere Jahresabschlussabend

Meerholz
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Es kann auch anders gehen, dachten sich die Musikerinnen und Musiker des Jugendorchesters Meerholz-Hailer.

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Seit dem abgesagten Jahreskonzert im März 2020 ist auch im heimischen Blasorchester an ein normales Vereinsleben nicht zu denken. Doch auf den liebgewonnenen Jahresabschlussabend wollten die Mitglieder auch während der Corona-Pandemie nicht verzichten. Für das Vorbereitungsteam war dies eine Herausforderung der etwas anderen Art. Statt des geselligen Beisammenseins mit gutem Essen und langen Gesprächen bis tief in die Nacht trafen sich die Mitglieder des Stammorchesters zu einem digitalen Spieleabend. Ein kleiner Vorteil zum Gemeinschaftsabend vor Ort: Jede und jeder konnte es sich zuhause gemütlich machen und musste nicht mehr zu später Stunde die Heimfahrt antreten.

Ehrungen – auch ohne Händedruck von Herzen

Nach der Begrüßung von Daniel Egold wurden zunächst einige Mitglieder für ihr langjähriges musikalisches Engagement geehrt. Ursprünglich war dies zur Jahreshauptversammlung 2020 geplant und fiel im vergangenen März den Corona-Beschränkungen zum Opfer. Der Würdigung tat die digitale Form jedoch keinen Abbruch, da die Ehrungsurkunden im Vorfeld an die Musiker verteilt wurden und Dirigent Jens Weismantel im Namen des Hessischen Musikverbandes jedem seiner Musiker persönlich und im Beisein der online Anwesenden für ihren Einsatz dankte. In seiner kurzen Ansprache brachte er sein Bedauern zum Ausdruck, dass man sich nun schon seit sehr langer Zeit nicht wie gewohnt sehen kann und dass gerade kurz vor dem letzen Konzert – seinem Abschiedskonzert – die Kontaktbeschränkungen auferlegt wurden. „Das hat aber auch was Gutes, schließlich bin ich ja jetzt immer noch Euer Dirigent“, schmunzelte Weismantel, der auf jeden Fall mit seinen Musikerinnen und Musikern das Geplante in die Tat umsetzen möchte, wenn es denn wieder möglich ist.

Kreativität und Teamgeist gefragt

Für den anschließenden Spieleteil wurden die Anwesenden in fünf Teams eingeteilt. So konnte in kleineren Gruppen besser kommuniziert oder auch einfach mal ein bisschen „gebabbelt“ werden. Die räumliche Distanz war schnell verflogen und es wurde nun eifrig um Punkte gekämpft. Ob Bilderrätsel lösen, Musikstücke anhand von kurzen Ausschnitten der Partitur oder von kurzen Tonbeispielen erkennen, ein Fantasieinstrument malen á la „Montagsmaler“ oder beim Reimen eines JO-Gedichts – auf die Kreativität und den Teamgeist war auch in dieser Form einer gemeinsamen Veranstaltung Verlass. Am Ende siegte das Team „Die Zoomies“ vor „Getränkekarte Tisch 4“ und „Jung, brutal, gutaussehend“, während „High5“ und „Hahn im Korb“ die hinteren Plätze belegten. Platzierungen waren nach stolzen vier Stunden aber relativ, da der große Gewinner der Abend selbst war. Maßgeblichen Anteil daran hatte die Vorbereitung von Ralf Lehnert, der sich um den technischen Ablauf gekümmert hatte.

Wann auch immer sich die Musikerinnen und Musiker des Jugendorchesters wieder treffen können – sie können sich darauf verlassen, dass sie – auch nach Monaten des Abstands und des Verzichts – keinen Abstand von ihrem Gemeinschaftsgefühl genommen haben.

Die Geehrten:
10 Jahre: Noah Eissing, Vera Euler, Paul Schürfeld
20 Jahre: Sven Rathmann, Pia Schäfer, Fabian Wagner
25 Jahre: Carina Knöll, Nicole Kunze
30 Jahre: Klaus Diegelmann, Ellen Dörr
40 Jahre: Thorsten Günther, Frauke Mathes, Silke Richter

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