Die in der vergangenen Woche im Zuge von Bauarbeiten der Deutschen Bahn entdeckte Bombe in einer Feldgemarkung bei Gelnhausen-Meerholz wird am Freitag, 23. Januar 2026, entschärft (wir berichteten). Der Termin wurde in Abstimmung mit dem zuständigen Experten des Kampfmittelräumdienstes festgelegt. Die im Erdreich und im Grundwasserbereich liegende Bombe muss zunächst aufwendig für die Entschärfung freigelegt werden.
Die Hanauer Landstraße (K 862) ist nicht von der Evakuierung betroffen. Es sind keine Einschränkungen zu erwarten, Linien und Schulbusse fahren regulär.
Die Zugstrecke Frankfurt-Fulda wird am Freitag ab 10:30 Uhr gesperrt. Der Bahnhof in Niedermittlau wird dann nicht angefahren. Züge verkehren bis zu den Bahnhöfen Langenselbold bzw. Hailer-Meerholz. Ob ein Schienenersatzverkehr eingerichtet wird, ist noch nicht entschieden.
Von der Evakuierung betroffen sind circa 600 Personen in folgenden Straßen (jeweils die angegebenen Hausnummernbereiche):
Am Bruchweg (2-20)
Am Erlenbruch (1-22)
Am Lindenbrunnen (1-31)
Am Sandborn (1-2)
Feldstraße (1-12)
Hintergasse (1-9)
Schulhausstraße (1-39)
Schwalbenweg (1-13)
Talhof (1)
Unterdorfstraße (1-50)
Waschbachweg (1-17)
Wiesenbornstraße (32-67, ausgenommen 33)
Schulen, Kitas und Pflegeeinrichtungen sind von der Evakuierung nicht betroffen. Im Sicherheitsbereich befinden sich zwei landwirtschaftliche Betriebe mit Rinder- beziehungsweise Pferdehaltung. Da eine Verlegung der Tiere mit einem unverhältnismäßig hohen Risiko verbunden wäre, verbleiben diese gesichert in den Stallungen. Sollte eine Sprengung des Kampfmittels erforderlich sein, ist der Stress für die Tiere durch einen einzelnen lauten Knall nach fachlicher Einschätzung überschaubar. Das Veterinäramt sowie mehrere Tierärztinnen und Tierärzte werden vor Ort sein, um das Wohl der Tiere zu überwachen.
Alle betroffenen Anliegerinnen und Anlieger sowie Gewerbetreibenden erhalten eine schriftliche Benachrichtigung über die Evakuierung an ihre Postadresse. Eine Übersicht der betroffenen Straßen ist zudem auf der Internetseite der Stadt Gelnhausen veröffentlicht. Die Polizei wird mit Lautsprecherdurchsagen im Gebiet unterwegs sein und Warnhinweise geben. Aufgrund der Schallausbreitung sind diese Durchsagen auch außerhalb des Evakuierungsbereichs zu hören. Den Sicherheitsbereich verlassen müssen jedoch ausschließlich die direkt an ihrer Adresse Verständigten.
Für die Dauer der Evakuierung werden alle betroffenen Anliegerinnen und Anlieger gebeten, ihren Aufenthalt außerhalb des Sicherheitsbereichs eigenständig zu organisieren. Personen ohne private Ausweichmöglichkeit können sich am Freitag ab 8 Uhr zur offiziellen Sammelstelle der Stadt Gelnhausen begeben. Diese befindet sich in der Sport- und Kulturhalle Meerholz (Am Viadukt). Dort können sich die von der Evakuierung Betroffenen während der Bombenentschärfung aufhalten; eine Notverpflegung wird bereitgestellt. Haustiere können aus organisatorischen Gründen nicht mit in die Sammelstelle gebracht werden. Mitzunehmen sind ausschließlich die notwendigsten persönlichen Dinge. Eine entsprechende Hilfsübersicht ist auf der Internetseite der Stadt Gelnhausen abrufbar.
Sollten Betroffene Unterstützung bei der Evakuierung benötigen, weil sie keine andere private Möglichkeit haben, können sie sich an das von der Stadt Gelnhausen eingerichtete Bürgertelefon wenden. Dieses ist unter den Rufnummern 06051 830-850 und 830-851 erreichbar. Dort kann entsprechende Hilfe koordiniert werden.
Die Entschärfung des Kampfmittels wird voraussichtlich mehrere Stunden in Anspruch nehmen. Nach erfolgreicher Entschärfung und Freigabe des Gebiets durch die Sicherheitsbehörden wird die Evakuierung aufgehoben. Anliegerinnen und Anlieger sowie Gewerbetreibende können anschließend in ihre Wohnungen, Häuser und Geschäfte zurückkehren. Es wird davon ausgegangen, dass eine Rückkehr im Laufe des Freitagnachmittags möglich sein wird.

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