Wann kommt endlich die Brücke der Vernunft?

Hailer
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Die Befürworter einer "Brücke der Vernunft" über den Bahnübergang Hailer-Meerholz sind besorgt und fragen sich mittlerweile, wann die Brücken-Querung der Bahntrasse endlich gebaut wird.

„Wo hakt es denn jetzt schon wieder?“, so der Sprecher der Bürgerinitiative Holger Saß. “Bei weiterem Stillstand, droht uns nicht nur die Schließung des Bahnübergangs durch die Bahn“, ergänzt Gerd Noll, einer der Befürworter der Brücke und bei Schließung einer der Hauptbetroffenen, „sondern auch ein Verkehrsnotstand, der die wichtige Verbindung zum Stadtteil Roth und nach Gründau stoppt und den Verkehr auf der Westspange täglich zum Kollaps bringen wird. Holen wir uns noch einmal ins Gedächtnis, dass der Landrat Stolz ohne Kreistagsbeschluss die Aktivitäten des MKK in 2017, wohl in alter Verbundenheit mit der Stadt Gelnhausen, gestoppt hat, damit seinerseits die Stadtverordneten nach Sichtung und Bewertung der in Auftrag gegebenen Gutachten entscheiden können, welche Alternativen zur Brückenquerung machbar und finanzierbar sind. Im Dezember 2018 wurde die Entscheidung im Stadtparlament aufgrund der vorgelegten Gutachten getroffen, dass eine Brücke die beste ökologisch und finanziell tragbare Alternative für Gelnhausen darstellt. Diese Nachricht wurde auch dem Landrat mitgeteilt. Damit war man wieder auf einer Linie mit dem Kreistagsbeschluss und mit Hessen Mobil. Unzufrieden mit dieser wegweisenden Entscheidung, brachten nun die Bürger für Gelnhausen noch eine neue Variante ins Spiel, die alles wieder auf Anfang stellen sollte. Bei näherer Betrachtung aber scheint diese Variante eher finanziell und ökologisch einem Super Gau gleichzukommen, denn die neue Straße soll ca. 1,6 Km lang sein und 15 Meter breit. Das ist nach Adam Riese ein unnötiger Flächenverbrauch von 24 Tsd. qm oder mehr als 3 Fußballfelder und das in einem Gebiet, das bei Regenfällen häufig unter Wasser steht."

Jetzt habe die Bürgerinitiative „Brücke der Vernunft“ vom Buschfunk erfahren, dass Herr Delhey und sein "Gefolge" beim Verkehrsdezernenten des MKK, Winfried  Ottmann (CDU), vorstellig geworden ist und noch einmal die Prüfung ihres Vorschlages angemahnt, andernfalls sehen sie sich zur Klage gegen den Kreis gezwungen. „Hierzu hätten wir gerne eine Stellungnahme des Kreises über den Stand der Dinge, was an den Gerüchten dran ist und wie es jetzt schnellstmöglich weitergeht“, so Holger Saß verärgert über den offensichtlichen Stillstand. Und Gerd Noll fährt fort, „wenn jetzt der Kreis einen bestehenden Beschluss des Kreistages nicht umsetzt und stattdessen noch eine weitere Prüfung in Aussicht stellt, dann fällt der Landrat Stolz hinter seine Forderung zurück, zügig zu entscheiden, damit die Bahn endlich loslegen kann, denn der Bahn ist es letztlich egal, ob sie den Übergang schließt oder nicht.“

„Wir alle wollen schnell und möglichst bequem überall hinkommen und sind dann empört, wenn wir im Stau stehen oder im Regionalzug warten müssen, wenn dem ICE Vorfahrt gewährt wird, wenn es aber zur Entscheidung kommen soll, was ökologisch und finanziell machbar ist und alle Gutachten dieses bestätigen, dann wollen die Bürger für Gelnhausen keinen Beitrag für das Allgemeinwohl leisten, sondern fordern: aber bitte nicht in meinem Garten! So werden die Bürger für Gelnhausen nun zu „Bürgern gegen Gelnhausen“, so Holger Saß. „Alle Parteien im Stadtparlament von Gelnhausen und Kreistag haben sich klar für eine Brücke ausgesprochen und verlangen jetzt endlich Klarheit, wann das Bauvorhaben in eine handlungsorientierte Phase geht. Herr Stolz, Herr Ottmann, Sie sind jetzt gefragt!“, so Gerd Noll abschließend.

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