K904: Planungen sogar beschleunigt

Hailer
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„Es gibt keine Verzögerung durch den Kreis, das Gegenteil ist der Fall“, antworten Landrat Thorsten Stolz (SPD) und Kreisbeigeordneter Winfried Ottmann (CDU) auf eine Pressemitteilung der Befürworter einer Brücke am Bahnübergang in Hailer/Meerholz, die BI „Brücke der Vernunft“.

„Seit die Stadt Gelnhausen ihre Entscheidung für eine Omega-Brücke an dieser Stelle gefällt hat, haben wir umgehend die Planungen wieder aufgenommen und sogar beschleunigt, um die zwischenzeitliche Unterbrechung wieder aufzuholen“, schreiben Stolz und Ottmann in einer gemeinsamen Mitteilung.

Aufgrund eines Beschlusses der Gelnhäuser Stadtverordnetenversammlung von Ende 2017 hatte der Main-Kinzig-Kreis zwar das Planfeststellungsverfahren vorübergehend gestoppt, das auf eine Beseitigung des Bahnübergangs in diesem Bereich der K904 hinauslief. Doch nach dem Beschluss der Stadtverordneten in Gelnhausen Ende des vergangenen Jahres „für die Erhaltung der Bahnquerung auf der Kreisstraße K 904 und damit für die Erhaltung dieser Kreisstraße, die die Stadtteile Hailer und Meerholz mit dem Stadtteil Roth verbindet“ wurden diese Planungen umgehend wieder fortgesetzt. Gemeinsames Ziel von Stadt und Kreis ist es nun, die Gleisstrecke künftig mittels einer Omega-Brücke zu queren.

„Planerisch haben wir seither viel auf den Weg gebracht und Zeit gut gemacht“, so Verkehrsdezernent Ottmann. So hätten der Kreisausschuss und die Kreisverwaltung mit Hessen Mobil und Interessensvertretern auf mehreren Treffen die Umsetzung der beabsichtigten Omega-Variante besprochen, der Kreis habe zudem eine genauere Visualisierung für die zweite Jahreshälfte in Auftrag gegeben. Mit Hessen Mobil habe der Kreis zudem die Prüfung der alternativen Trassen vorangebracht. „Letzteres ist fester Bestandteil des weiteren Verfahrens und entspricht nicht einem Sonderwunsch einer politischen Gruppierung, den die Befürworter einer Brücke hierbei unterstellen“, erklärt Ottmann.

„Ein Bauwerk von dieser Bedeutung, das in einem begrenzten zeitlichen Rahmen verwirklicht werden soll, braucht vor allem eines: Rechtssicherheit“, ergänzt Landrat Thorsten Stolz. Der Kreisausschuss hatte sich Anfang dieses Jahres daher für ein Parallelverfahren ausgesprochen, gerade auch, um Zeit zu sparen. Zum einen werden nun die notwendigen Unterlagen für das Planfeststellungsverfahren aktualisiert – die Planung für die Omega-Brücke schreitet also voran. Parallel dazu werden aber auch alle weiteren in Betracht kommenden Varianten – somit auch die Unterführungsvarianten – untersucht, damit sie von der Planfeststellungsbehörde bewertet werden können.

„Genau genommen setzen wir mit diesem Parallelverfahren das um, was die Brückenbefürworter wollen, nur eben konsequenter. Wie man da von Stillstand sprechen kann, ist mir etwas schleierhaft. Aber in der Tat leisten wir hier weniger mit Pressemitteilungen als mit pragmatischem Vorgehen auf der Arbeitsebene wichtige Vorarbeit für die Omega-Brücke“, so Landrat Thorsten Stolz abschließend.

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