Raubüberfall auf "Körbchen" in Gelnhausen: Vier Männer verhaftet

Hailer
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Einen schnellen Ermittlungserfolg bei dem Überfall auf die Gaststätte "Zum Körbchen" am 1. Juli im Stadtteil Hailer vermelden Staatsanwaltschaft Hanau und die Kriminalpolizei Gelnhausen. Die Ermittler gehen aktuell davon aus, dass nicht nur zwei, sondern insgesamt vier Männer aus dem Main-Kinzig-Kreis im Alter zwischen 18 und 20 Jahren die Tat gemeinschaftlich geplant und durchgeführt haben.

Wie bereits berichtet, sollen am späten Montagabend, kurz vor 23.30 Uhr, zwei maskierte Männer die Gaststube betreten und die Herausgabe der Tageseinnahmen gefordert haben. Als die 51 Jahre alte Angestellte dies verweigerte, sei sie mit einem Elektroschocker bedroht worden. Mit ihrer Beute in Höhe von rund 500 Euro rannten die beiden Männer wenig später nach draußen und flüchteten mit einem Personenwagen. Beide wurden recht auffällig beschrieben: Einer soll klein und dick, der andere hingegen groß und dünn gewesen sein. Die weiteren Ermittlungen der Kripo Gelnhausen ergaben, dass wohl noch weitere Personen an dem Überfall beteiligt gewesen sein dürften.

Bereits am Vorabend waren insgesamt drei maskierte Männer auf dem Weg zu dem Lokal in der Heylstraße, verschwanden dann allerdings wieder im Dunkel, ohne dass es zu einem Überfall kam. Möglicherweise handelte es sich hier um einen ersten "Anlauf", wobei den Tätern die Sache vermutlich "zu heiß" wurde. Einem dieser Männer kam die Kripo Gelnhausen nach dem Überfall am Montagabend auf die Spur und nahm ihn bereits am vergangen Freitag vorläufig fest. Dabei stellte sich heraus, dass er sich an beiden Abenden in der Gaststätte aufgehalten hatte und seine mutmaßlichen Komplizen womöglich informierte, sobald der letzte Gast gegangen war. Dies dürfte das Startsignal für die beiden anderen gewesen sein, während der Vierte im Bunde draußen im Fluchtauto gewartet haben soll. Die Staatsanwaltschaft Hanau ordnete die Durchsuchung der jeweiligen Wohnungen an, wobei die Handys der Männer sichergestellt und ausgewertet wurden. Bei den polizeilichen Vernehmungen räumten zwei der Verdächtigen den Überfall ein, während die beiden anderen auf Anraten ihrer Rechtsanwälte zur Tat schwiegen.

Bis auf einen war keiner der Männer bislang polizeibekannt. Allen wird nun schwerer Raub vorgeworfen, der zu einer Freiheitsstrafe führen könnte. Nach einer erkennungsdienstlichen Behandlung und entsprechenden Vernehmungen konnten sie die Polizeiwache wieder verlassen.

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