Neue Bahnbrücke in Gelnhausen: Müssen Schrebergärten weichen?

Höchst

Im Zuge des viergleisigen Ausbaus der Bahnstrecke Frankfurt – Fulda plant die Deutsche Bahn, die bestehende Bahnquerung zwischen Haitz und Höchst zu erneuern. Nach bisherigen Unterlagen soll die neue Straßenverbindung unmittelbar entlang der Bahnlinie verlaufen. Die FDP Gelnhausen favorisiert hingegen eine alternative Trassenführung zwischen Bahntrasse und der Autobahn 66, die aus ihrer Sicht sowohl verkehrlich als auch städtebaulich verträglicher wäre.

Stadt Schlüchtern
Stadt Schlüchtern

"Die FDP Gelnhausen zeigt sich kritisch gegenüber den aktuellen Planungen der Deutschen Bahn und der Rathausspitze Gelnhausens für das Ersatzbauwerk der Bahnquerung zwischen den Stadtteilen Haitz und Höchst. Nach derzeitigen Entwürfen soll die neue Verbindung unmittelbar entlang der Haitzer Seite der aktuellen Bahntrasse verlaufen – mit gravierenden Folgen für die dortigen Schrebergärten und das gewachsene Ortsbild. Wir teilen das Ziel einer zukunftsfähigen Verkehrsverbindung zwischen Haitz und Höchst ausdrücklich und stehen entschieden zu dieser außerdem aus Sicherheitserwägungen wichtigen Infrastrukturinvestition“, betont Kolja Saß, Fraktionsvorsitzender der FDP Gelnhausen. „Aber wir können nicht nachvollziehen, warum die Bahn ausgerechnet den Weg wählt, der die bestehenden Kleingärten zerstört und einen wichtigen Naherholungsbereich beeinträchtigt, obwohl eine deutlich verträglichere Ausführung der neuen Bahnquerung auf der südlichen Bahntrassenseite möglich wäre.“

Die Liberalen verweisen auf die im Planungsraum dargestellte Alternativführung, die eine direkte Anbindung zwischen der Kremp’schen Spitze und der Feuerwehrallee nach Höchst vorsieht. "Diese Variante würde den Flächenverbrauch auf Haitzer Seite entlang der Bahn minimieren, den bestehenden Gartenbestand weitgehend erhalten und zugleich eine leistungsfähige Verbindung zwischen den Stadtteilen gewährleisten. Zwischen der A66 und der Bahnausbaustrecke Gelnhausen-Fulda besteht ausreichend Raum, um eine moderne und sichere Straßenführung aufzunehmen, ohne dass dafür wertvolle private Nutzgärten weichen müssen“, ergänzt der Gelnhäuser FDP-Stadtverbandsvorsitzende Hendrik J. Silken und führt aus: „Die von uns Liberalen favorisierte Streckenführung hat den geringsten Eingriff in das Ortsbild und die Natur und ist gleichzeitig am effizientesten umzusetzen, weil sie parallel zum Bahnausbau auf der Seite der Bahntrasse entsteht, auf der auch die zusätzlichen Gleise gebaut werden.“

Die FDP fordert daher den Magistrat auf, sich in den laufenden Abstimmungen mit der Deutschen Bahn und den beteiligten Behörden klar für eine umwelt- und bürgerfreundlichere Lösung einzusetzen. „Wir stehen für Infrastruktur, die verbindet – nicht für Planungen, die bestehende Lebensqualität zerschneiden“, fassen die beiden Liberalen ihre Position zusammen. 

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