Bislang wurde Bundeskanzlerin Angela Merkel noch nicht im Dorfladen in Höchst gesichtet, doch falls sie doch mal kommen sollte, würde vermutlich auf jeden Fall eine große Packung Wurst in ihrem Einkaufswagen landen.
Bislang wurde Bundeskanzlerin Angela Merkel noch nicht im Dorfladen in Höchst gesichtet, doch falls sie doch mal kommen sollte, würde vermutlich auf jeden Fall eine große Packung Wurst in ihrem Einkaufswagen landen.

„Ich bin ja mehr so der Süße“, verriet der CDU-Generalsekretär Dr. Peter Tauber gestern bei einem Besuch in Höchst, welche kulinarische Vorlieben seine Chefin hat. Tauber war bei der Eröffnung des Dorfladens im August 2013 dabei und informierte sich jetzt über die zuletzt nicht unproblematische Entwicklung.
„Mit dem erhobenen Zeigefinger wird es nichts, es muss Spaß machen“, waren sich Tauber und Geschäftsführerin Doris Müller-Reiter schnell einig, dass der Dorfladen nur mit der Bereitschaft der Höchster Bürgerinnen und Bürger, dort regelmäßig einzukaufen, eine Zukunft haben wird. Anfänglich sei der Zuspruch auch sehr gut gewesen, „doch die Leute sind dann schnell wieder in ihre alten Verhaltensmuster zurückgefallen“, hat der ehemalige Ortsvorsteher Karl-Heinz-Stadler beobachtet, dass dann eben doch viele wieder den Weg in einen der umliegenden Supermärkte angetreten haben.
Um mehr Aufmerksamkeit zu bekommen, will der Dorfladen demnächst Hinweisschildern an den Ortseingängen von Höchst aufstellen, „wir würden auch gerne mehr Werbung machen, aber das kostet eben Geld“, verriet Müller-Reiter. Allerdings: Seine soziale Funktion habe der Dorfladen erfüllt, vor allem ältere Menschen kämen fast täglich, um unter Leuten zu sein. „Wir geben nicht auf“, hofft die Geschäftsführerin, dass bald noch mehr Bürger ihren täglichen Bedarf im Dorfladen decken. Tauber nahm für die Zukunft die Bevölkerung in die Pflicht: „Man muss den Leuten in Höchst sagen, dass sie es selbst in der Hand haben.“
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