Schon auf der Hinfahrt im Bus herrschte gute Stimmung, als "60 PLUS", die Gruppe der Ältergewordenen bzw. Junggebliebenen in der Kirche des Nazareners Gelnhausen, sich am 26. Oktober um ca. 13.30 Uhr auf den Weg nach Sargenzell machte.
Schon auf der Hinfahrt im Bus herrschte gute Stimmung, als "60 PLUS", die Gruppe der Ältergewordenen bzw. Junggebliebenen in der Kirche des Nazareners Gelnhausen, sich am 26. Oktober um ca. 13.30 Uhr auf den Weg nach Sargenzell machte.


Dort erwartete sie ein einmaliges Schauspiel: der Früchteteppich von Sargenzell (www.fruechteteppich.de). In einem alten Kirchengebäude wird dort seit 25 Jahren jeden Herbst ein 6 x8 Meter großes Gemälde aus Samenkörnern gelegt. Das diesjährige Gemälde ist "Das Gastmahl im Hause des Simon" vom französischen Maler Charles Le Brun. "Die Vorbereitungen beginnen schon im Frühjahr", erklärte der Führer den staunenden Besuchern, "dann sucht unsere Künstlerin nach einem Motiv. Wenn sie eines ausgewählt hat, macht sie eine Kopie, zeichnet die Umrisse ab und erstellt ein Raster, das dann auf weiße Spanplatten übertragen und mit Ponal bestrichen wird. Mithilfe eines Zahnstochers werden dann schwarze Körner – jedes Korn einzeln – auf die Linien geklebt; so entstehen die Umrisse." Der Rest des Gemäldes – tausende von Samenkörnern in 120 verschiedenen Farbschattierungen – wird dann lose aufgelegt. Der ganze Prozess dauert bis zu vier Monaten; im Juni wird das Gemälde begonnen und liegt im September dann für die kommenden zwei Monate zum Bestaunen bereit. Von einer Empore aus kann das Bild von den über 3000 Besuchern pro Jahr betrachtet werden.
"Es ist sagenhaft gemacht; selbst die feinsten Farbschattierungen werden mit den Körnern gelegt!", beschrieben begeisterte Teilnehmer des 60 PLUS-Ausflugs. Auch von der Tatsache, dass die ganze Pracht von Ehrenamtlichen erstellt wird und eingenommene Spenden der Instandhaltung der Kirche bzw. gemeinnützigen Zwecken dienen, beeindruckte viele der Besucher. "Das gibt es schon seit 25 Jahren und wir haben es zum ersten Mal gesehen!", staunten einige Teilnehmer. Im Anschluss an den Besuch des Früchteteppichs gönnten sich die 60 PLUS-ler noch gute Gemeinschaft und Austausch bei Kaffee & Kuchen, bevor sie den Heimweg antraten.
Beim nächsten 60 PLUS-Nachmittag geht es dann bereits weihnachtlich zu: Für den 15.12. (Samstag) ab 15 Uhr ist ein gemütlicher Adventskaffee mit einer Lesung von Eckart zur Nieden geplant. Der Nachmittag findet wie gewohnt in der Kirche des Nazareners Gelnhausen statt (Frankfurter Str. 16–18); alle Besucher sind herzlich eingeladen, dabei zu sein! Weitere Information bei Johanna Goldbach (Tel. 06056 919184 oder 0151 17626411) oder im Gemeindebüro der Kirche des Nazareners Gelnhausen (Tel. 06051 2370; MO und DO 8.30–12.00 Uhr).
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