Die demographische Entwicklung sieht Bürgermeister Thorsten Stolz als wichtigste Herausforderung für die Zukunft der Barbarossastadt Gelnhausen an.
Die demographische Entwicklung sieht Bürgermeister Thorsten Stolz als wichtigste Herausforderung für die Zukunft der Barbarossastadt Gelnhausen an.
„Die Gesellschaft wird älter, kleiner und auch bunter“, fasst er die Ausgangssituation für alle deutschen Kommunen zusammen. Dies stelle auch Gelnhausen vor besondere Herausforderungen. Nach Ansicht von Thorsten Stolz wird es vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung zu einem Wettbewerb der Städte und Gemeinden untereinander kommen - und zwar um einen Wettbewerb um die Einwohner. „Darauf will ich Gelnhausen vorbereiten, denn die Frage, wo und wie die Menschen künftig leben wollen, wird eine Frage der Infrastruktur sein“, betont der Rathauschef.
Schwerpunkte der Arbeit des Bürgermeisters in den nächsten Jahren werden deshalb die Erhaltung oder die Wiederherstellung der Nahversorgung in allen Stadtteilen, die Schaffung weiterer wohnortnaher Ausbildungs- und Arbeitsplätze, die Umsetzung zusätzlicher seniorengerechter barrierefreier Wohnprojekte im Stadtgebiet, die Erhaltung und der Ausbau der medizinischen Versorgung, die weitere Verbesserung der Kinderbetreuung, die Stärkung der Schulstadt Gelnhausen und die Ergänzung der vorhandenen Schul- und Bildungsangebote, die Erhaltung der guten städtischen Infrastruktur mit Freibad, Hallenbad, Bücherei, Stadtbus und Betreuungseinrichtungen, die Bewahrung und der Schutz der natürlichen Ressourcen sowie die Stärkung des Zusammenhaltes der Stadtgesellschaft über alle Generationen hinweg sein.
Wegen der demographischen Entwicklung und dem damit verbundenen Handlungsfeld „Betreutes Wohnen“ hat sich Bürgermeister Thorsten Stolz zusammen mit dem Vorsitzenden des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Gelnhausen, Manfred Hendel, und Vertretern des lokalen Bündnisses für Familien in Dietzenbach über unterschiedliche Umsetzungsformen des „Betreuten Wohnens“ informiert. Manfred Hendel war dort früher Erster Stadtrat und stellte die Kontakte her. Der Fachbereichsleiter Soziale Dienste der Stadt Dietzenbach, Walter Fontaine, stand den Gästen aus Gelnhausen Rede und Antwort. Sie erfuhren, dass in der Kreisstadt des Landkreises Offenbach unterschiedliche Formen des „Betreuten Wohnens“ existieren. So stehen in Dietzenbach rund 190 Wohnungen für „Betreutes Wohnen“ zur Verfügung - sowohl in städtischer, als auch in privater Trägerschaft. Für jede Einkommens- und Lebenssituation gibt es Wohnungen von 45 bis 100 Quadratmeter Größe. Das Spektrum reicht von Sozialwohnungen bis hin zu Wohnanlagen mit gehobener Ausstattung. Entscheidend bei den Wohnkonzepten im Bereich des „Betreuten Wohnens“ ist die Tatsache, dass in den Einrichtungen vor Ort kompetente Ansprechpartner zu finden sind, die die Bewohner der Wohnanlagen rund um die Fragen des „Älterwerdens“ betreuen und beraten.
Mit guten Eindrücken und vielen Anregungen für die Arbeit in Gelnhausen verabschiedete sich die Gruppe aus Dietzenbach. Bürgermeister Thorsten Stolz erinnert in diesem Zusammenhang daran, dass in Gelnhausen im Hinblick auf das „Betreute Wohnen“ schon etwas ins Rollen gekommen ist. So errichtet das Martin-Luther-Stift aus Hanau im „Colemanpark“ eine Wohnanlage für „Betreutes Wohnen“. Der Rathauschef betont: „Das wird für Gelnhausen und unsere Bürger eine ganz wichtige Einrichtung. Darauf dürfen wir uns aber nicht ausruhen, sondern es gilt in den nächsten Jahren weitere seniorengerechte Wohnprojekte und Projekte im Bereich des Betreuten Wohnens an geeigneten Standorten in unserer Stadt umzusetzen.“
Foto: Die demographische Entwicklung wird für alle deutschen Kommunen eine wichtige Herausforderung. Zusammen mit Vertretern des lokalen Bündnisses für Familien und dem Vorsitzenden des DRK Gelnhausen, Manfred Hendel, informierte sich Bürgermeister Thorsten Stolz in Dietzenbach über Projekte im Bereich des „Betreuten Wohnens“.
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