Start der Bauarbeiten für neuen Bahnhofsvorplatz

Gelnhausen

Das Areal rund um den Bahnhof in Gelnhausen verändert weiter sein Gesicht und erfährt eine erhebliche Aufwertung. Vor wenigen Wochen haben die Bauarbeiten für den rund 5000 Quadratmeter großen neuen Vorplatz westlich des Haupteingangs zum Bahnhofsgebäude begonnen.

Harth & Schneider
Kreiswerke Main-Kinzig

Bürgermeister Thorsten Stolz, Ortsvorsteher Dr. David Lupton und Bodo Delhey, Vorsitzender des Verkehrsausschusses, informierten sich jetzt vor Ort vom Baufortschritt.

Aktuell wird der bisherige Busbahnhof abgerissen. Weil die Stadt Gelnhausen für die Sanierungsmaßnahme im Tausch einen Teil des angrenzenden Joh-Parkplatzes erworben hat, kann auf dem Gelände nun ein zentraler Busbahnhof mit einem langen und behindertengerechten Bussteig, der überdacht werden soll, entstehen. „Der Busverkehr wird dann viel geordneter ablaufen können als bislang“, nennt Bürgermeister Thorsten Stolz einen großen Vorteil dieses Umbaus. Im Gegensatz zum bisherigen, nicht behindertengerechten und nicht überdachten Bussteig stellt der Umbau zudem eine erhebliche Verbesserung für die Nutzer der Buslinien dar. Und auch das Kaufhaus Joh profitiere von dem Geländetausch und verfüge auf seinem neuen Parkplatz in unmittelbarer Nachbarschaft über zehn Stellplätze mehr als bislang.

Der neue Busbahnhof wird künftig Zentrum eines Vorplatzes sein, der sich westlich des heutigen Bahnhof-Haupteingangs bis direkt an die Gleise erstreckt. Der Platz wird teilweise rotfarben und grau gepflastert, teilweise asphaltiert. Der Verlauf der Bahnhofstraße über den Vorplatz erhält ebenfalls wieder eine Asphaltoberfläche. Einen Parkplatz für Kurzzeitparker, die Bahnfahrer zum Bahnhof bringen, haben die Planer ebenso integriert wie einen neuen Taxi-Parkplatz. „Der gesamte Platz wird richtig ausgeleuchtet sein, dunkle Schummerecken findet man dort dann nicht mehr“, kündigt Bürgermeister Stolz an, der mit der Fertigstellung des Platzes im Dezember 2013 rechnet. „Die Bauarbeiten sind so geplant, dass keine Verkehrsbehinderungen entstehen und auch die Busse weiter fahren können“, betont der Rathauschef.

Mit Inbetriebnahme des neuen Busbahnhofes in 2013 ändert sich auch der Verkehrsfluss: Busse können dann – auch Dank des neuen Kreisels – durch die Clamecystraße stadtauswärts fahren und müssen nicht mehr die Bahnhofstraße passieren. Derzeit läuft zudem eine Verkehrsuntersuchung mit dem Ziel, möglicherweise ganz oder teilweise die Einbahnstraßenregelung in der Hailerer Straße aufzuheben. „Das könnte eine erhebliche Entlastung für die Bahnhofstraße und das Ziegelhaus bringen“, betont Bürgermeister Stolz. Noch stehen die Ergebnisse der Verkehrsuntersuchung aber aus. Mit ihnen rechnet der Rathauschef in drei bis vier Wochen.

Voraussetzung für die von Bund, Land und Stadt getragene Sanierung des Bahnhofsumfeldes war der neue Kreisel, erinnert der Bürgermeister an den neuen Kreisverkehr an der alten Kreuzung Hailerer Straße/ Clamecystraße/ Bahnhofstraße. Dank dieses Kreisels sei auch die Ansiedlung des „Netto“-Marktes möglich gewesen. Die jetzt begonnene Maßnahme, die inklusive Abrissarbeiten und anderer Ordnungsmaßnahmen rund 2,3 Millionen Euro kostet, wird vom Land Hessen durch Gemeindeverkehrsfinanzierungsmittel und das Städtebauförderungsprogramm von Bund und Land sowie von der Stadt Gelnhausen getragen.

Foto: Besichtigen die Baustelle am Bahnhof (von links): Bodo Delhey, Prof. Dr. David Lupton und Bürgermeister Thorsten Stolz.

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