SPD Gelnhausen startet Blühwieseninitiative

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Seit einem Jahr läuft das Programm „Main Kinzig blüht“ des Main-Kinzig-Kreises in Zusammenarbeit mit dem Landschaftpflegeverband Main-Kinzig.

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Ziel ist es, öffentliche und private Brach- und Rasenflächen in Blühwiesen umzuwandeln und so die Artenvielfalt bei den Insekten zu erhöhen. Über 60 Projekte im gesamten Kreis sind so bereits angepackt worden. Jetzt will die SPD Gelnhausen mit der Initiative in der Barbarossastadt durchstarten.

Beim Ortstermin im Neubaugebiet Mittlauer Weg mit dem Gelnhäuser Fraktionsvorsitzenden Ewald Desch, dem Meerholzer Ortsvorsteher Klaus Brune, der SPD-Ortsvereinsvorsitzenden Susanne Turlach und Mitgliedern des SPD-Arbeitskreises Bau/Verkehr/Umwelt wurden Flächen begutachtet, die demnächst bunt aufblühen und so den Insektenschwund stoppen sollen. Schon früh stand in der Planungsphase für das Neubaugebiet in Meerholz fest, dass circa 10.000 Quadratmeter Grünfläche als Blühwiesen angelegt werden. Das Planungsbüro Dorothee Dernbach aus Büdingen, als Fachplaner im Auftrag des Amtes für Umwelt, Naturschutz und ländlichen Raum des Main-Kinzig-Kreises unterwegs, wurde hierzu von der Stadtentwicklungsgesellschaft Gelnhausen (SEG) mit der Beratung und Planung beauftragt, berichtet Klaus Brune.

Die SPD Gelnhausen möchte jetzt noch einen deutlichen Schritt weitergehen und widmet sich dem Insektenschutz gleich in zwei Anträgen für die nächste Stadtverordnetenversammlung: Über 20 weitere städtische Flächen mit einem Umfang von über 8.000 Quadratmetern werden zur Realisierung vorgeschlagen. Bei einer Recherche quer durch Gelnhausens Stadtteile wurden erste Schwerpunkte identifiziert: „Von städtischen Flächen am Wartturm über Straßenrandsäume am Ortseingang Höchst bis hin zu Flächen im Gewerbegebiet Hailer-Ost und am Ortseingang Haitz/Gelnhausen – die Barbarossastadt hat großes Potential, mit dem Anlegen von Blühwiesen zur hessischen Biodiversitätsstrategie beizutragen“, so Susanne Turlach. Im Rahmen dieser Strategie könne Gelnhausen aktiv helfen, Klimaziele zu erreichen und Artenvielfalt sichtbar zu erhöhen.

Gleich bei der Neubauplanung müssen Umweltschutz und Artenvielfalt künftig mitgedacht werden, fordert Ewald Desch. „Steinwüsten und Brachflächen müssen der Vergangenheit angehören“, so der SPD-Fraktionschef. Dazu gehört sprichwörtlich „das Handeln vor der eigenen Haustür“. Der zweite Antrag der SPD bezieht sich daher auf die privaten Vorgärten: In zahlreichen „Steingärten“ finden Insekten keine Nahrung mehr. Wie eine Wüste heizt sich der Steingarten zudem im Sommer auf, was das Klima zusätzlich belastet. Daher sei es folgerichtig, bei den Vorgärten zu einem Umdenken zu kommen. Vorbild dafür könnten bundesweite Initiativen mit Titeln wie „Entsteint Euch“ und „Rettet den Vorgarten“ sein.

„Ein einzelner Vorgarten hat vielleicht nur 10 Quadratmeter – in der Summe reden wir jedoch über erhebliche Flächen in Gelnhausen, die wir – nicht zuletzt im Interesse der Menschen – für Insekten- und Klimaschutz nutzbar machen wollen“, betont Desch abschließend. Die SPD wolle sich deshalb dafür einsetzen, einen naturnahen Mustervorgarten anzulegen und einen Bürgerdialog mit praktischen Anleitungen anzubieten.

Foto: Ortstermin im Neubaugebiet „Mittlauer Weg“ (von links): der Meerholzer Ortsvorsteher Klaus Brune, SPD-Ortsvereinsvorsitzende Susanne Turlach, Jörg Schmitz und Monika Ullmann vom SPD-Arbeitskreis Bau/Verkehr/Umwelt und SPD-Fraktionschef Ewald Desch.

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