Kinderbetreuung: SPD und BG stellen Maßnahmenkatalog auf

Gelnhausen
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Um die Kinderbetreuung in Gelnhausen nachhaltig zu verbessern und eine für die Zukunft ausreichende Anzahl an Betreuungsplätzen in den Kindertagesstätten sicherzustellen, ziehen SPD und Bürger für Gelnhausen (BG) an einem Strang. Intensiv befassten sich die beiden Fraktionen in den vergangenen Monaten mit dem von Bürgermeister Daniel Glöckner (FDP) vorgelegten sogenannten Kita-Masterplan, der bei SPD und BG zahlreiche Fragezeichen hinterlassen hat.

„Wiederholte Nachfragen im Rathaus brachten bis heute keine befriedigenden Antworten oder gar erste Lösungsansätze“, berichten SPD-Fraktionsgeschäftsführer Markus Kolb und BG-Fraktionschef Bodo Delhey in einer gemeinsamen Pressemitteilung. Deshalb wenden sie sich jetzt mit einem gemeinsamen Maßnahmenkatalog erneut an die Verwaltung. Darin setzen die beiden Fraktionen drei Schwerpunkte und formulieren konkrete Erwartungen: die zeitnahe Schaffung von ausreichend Kindergartenplätzen, die Verbesserung der Betreuungsqualität sowie die Verbesserung des Controllings und die Steigerung der Kosteneffizienz.

Der Maßnahmenkatalog von SPD und BG beginnt mit der gemeinsamen Feststellung, dass bislang die meisten und wichtigsten Fragen von SPD und BG zum so genannten Masterplan nur oberflächlich und nicht detailliert beantwortet wurden. Deshalb bestehe weiterhin erheblicher Klärungsbedarf. „Unserer Auffassung nach sollte der von Ihnen vorgelegte Masterplan zur Kinderbetreuung neben kurzfristigen Aspekten auch ein langfristiges und nachhaltiges Kindertagesstätten-Konzept beinhalten“, schreiben SPD und BG an Bürgermeister Glöckner und skizzieren ihre drei Schwerpunkte, die für die Sicherung und Verbesserung der Kinderbetreuung in Gelnhausen von besonderer Bedeutung sind.

Zur Schaffung von ausreichenden Kindergartenplätzen – kurzfristig und langfristig – fordern SPD und BG nicht nur eine langfristige Planung bis 2030, sondern auch eine detaillierte Bestands- und Bedarfsplanung für die kommenden drei bis vier Jahre. Diese Auflistung auf Grundlage der Geburtenstatistik und Schulanmeldungen soll auch eine konkrete Benennung der fehlenden Betreuungsplätze beinhalten. „Zur besseren Standortbestimmung und für verlässliche und nachhaltige Investitionsentscheidungen für neue Einrichtungen wären kurzfristige und längerfristige Bedarfspläne nach Ortsteilen wünschenswert“, so Markus Kolb und Bodo Delhey. Darüber hinaus fordern SPD und BG eine Auflistung von möglichen Standorten und Projekten neuer Kitas – inklusive Kostenschätzungen, Priorisierungen und Realisierungsplänen. Als Beispiele führen sie neue Einrichtungen in Modulbauweise und neu geplante Waldkindergärten an.

Konkret fordern die Sozialdemokraten und die Wählergruppierung die Prüfung und Umsetzung von vier Maßnahmen, darunter die schnellstmögliche Wiederinbetriebnahme des Krippenhauses am Hallenbad, das seit Monaten wegen eines Wasserschadens geschlossen ist. „Die wegen des Wasserschadens im Krippenhaus nach Höchst ausgelagerten beiden U3-Gruppen sollten in Höchst bleiben, denn so ließen sich zwei neue U3-Gruppen mit 24 Plätzen ohne zusätzliche Investitionskosten realisieren“, schlagen Markus Kolb und Bodo Delhey vor. Zudem soll das Bauamt für Haitz den zeitnahen Bau einer Kita mit 50 Plätzen für zwei Ü3-Gruppen in Modulbauweise forcieren. Für den Stadtteil Meerholz schlagen SPD und BG vor, die vorhandene Kita nach Fertigstellung des Neubaus weiter zu betreiben, wenn weiterhin entsprechende Nachfrage nach Betreuungsplätzen besteht. Außerdem fordern die Fraktionen die Erstellung einer Übersicht, welche städtischen Flächen und Gebäude für Kita-Neubauten infrage kommen. Auch die Anwerbung von externen Anbietern von Kinderbetreuung, die derzeit nicht in Gelnhausen aktiv sind, solle geprüft werden.

Um die Betreuungsqualität zu verbessern, begrüßen SPD und BG die eingeleiteten Maßnahmen im Zusammenhang mit den Gute-Kita-Gesetz und empfehlen, sie weiterzuverfolgen. In Sachen Mittagessenversorgung und nach intensiven Gesprächen mit Vertretern des Gesamtelternbeirats fordern Markus Kolb und Bodo Delhey: „Es sollte geprüft werden, wie durch eine mögliche Neugestaltung der Essensversorgung die Wartelisten bei den Mittagessen reduziert werden können. Ähnlich wie die Verwaltung sehen wir einen pädagogischen Vorteil gemeinsamer Mahlzeiten in der Kita. Allerdings werden derzeit zu viele Kinder aufgrund der begrenzten Kapazitäten von einem solchen sozialisierenden Mittagessen ausgeschlossen.“ Damit Gelnhausen im interkommunalen Wettbewerb um motivierte Erzieherinnen und Erzieher auch künftig mithalten kann, bringen SPD und BG eine Attraktivitätssteigerung der Stellen ins Gespräch, unter anderem durch die Garantie regelmäßiger qualitativer Fortbildungsmaßnahmen, Jobtickets, die Unterstützung bei einem berufsbegleitendem Studium, das Aufzeigen von Aufstiegsmöglichkeiten und die Zahlung von Prämien für besondere Projekte. Die Personalgewinnung könnte zudem durch engere Kooperationen mit Fachschulen für Sozialassistenz positiv gefördert werden.

Zur Verbesserung des Controllings und der Steigerung der Kosteneffizienz schlagen SPD und BG ebenfalls ein ganzes Maßnahmenbündel vor. Dazu zählen die kontinuierliche Überwachung der laufenden Ausgaben, die Prüfung eines nachhaltigen Essensversorgungskonzepts, den Aufbau eines Springerpools, um Ausfallzeiten und Überlastungen zu kompensieren sowie Kapazitäten für Fortbildungen zu schaffen. „Außerdem gilt es zu prüfen, inwieweit alle möglichen Fördermaßnahmen und Zuwendungen durch Land und Bund ausgeschöpft werden“, so Markus Kolb und Bodo Delhey abschließend.

 

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