Fahrverbot für betrunkenen Radfahrer

Gelnhausen
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Trunkenheitsfahrten mit motorisierten Fahrzeugen gehören im Amtsgericht Gelnhausen zum Alltag, über zu viel Promille auf einem Fahrrad wird aber eher selten verhandelt.

Die Staatsanwaltschaft Hanau hatte jetzt einen 29-jährigen Gelnhäuser angeklagt, der bei seiner von Alkohol und Drogen beeinflussten Radtour auch noch einen Unfall verursachte. Verurteilt wurde er zu einer Geldstrafe, außerdem wurde gegen ihn ein Fahrverbot verhängt.

Am 25. Februar dieses Jahres war der Mann im Gelnhäuser Stadtteil Meerholz unterwegs, laut einer Zeugin hielt er bei seiner Radtour in einer Hand eine Bierdose und fuhr Schlangenlinien. Die Fahrt endete schließlich an einem geparkten Pkw, der 29-Jährige zog sich bei dem Zusammenprall vermutlich schmerzhafte Prellungen zu, das Fahrzeug hatte eine dicke Beule. Entstandener Schaden: circa 250 Euro. Die Zeugin kam dem Mann zu Hilfe, der versprach, nur schnell zu Hause Zettel und Stift holen zu wollen, um am Pkw seine Anschrift zu hinterlassen. Doch danach blieb er verschwunden.

Ermittelt wurde er von der Polizei dennoch, in der Verhandlung vor Strafrichter Dr. Wolfgang Ott gab er alles zu. Die Anklagebank im Amtsgericht Gelnhausen kannte der 29-Jährige bereits bestens: 16 Eintragungen wies sein Auszug aus dem Bundeszentralregister bislang auf, zuletzt war er im November 2018 wegen zweifacher Körperverletzung zu einer achtmonatigen Bewährungsstrafe verurteilt worden.

Diesmal blieb es bei einer Geldstrafe, wegen fahrlässiger Trunkenheit im Verkehr wurde er zu 90 Tagessätzen á 7 Euro und somit insgesamt 630 Euro verurteilt. Außerdem wurde ein dreimonatiges Fahrverbot verhängt. Das gilt für alle motorisierten Verkehrsmittel, Fahrradfahren darf er allerdings weiterhin.

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