„Dafür eintreten, die Lebenssituation zu verbessern“

Gelnhausen
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Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler (SPD) hat mit dem Vorstand der Tafel Gelnhausen über die Facetten und die Bekämpfung von Armut gesprochen.

„Es ist buchstäblich ein Armutszeugnis, dass wir es als Gesellschaft in der reichen Bundesrepublik Deutschland noch nicht geschafft haben, die Notwendigkeit

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von Tafeln zu beseitigen“, sagte Simmler. „Wir setzen uns mit unseren Möglichkeiten für höhere Mindestlöhne und höhere Hartz-IV-Sätze ein, unternehmen mit unseren Ämtern und Kreisgesellschaften alles, weder Alt noch Jung durchs soziale Raster fallen zu lassen. Die Strukturen, die zu Armut oder zu hohem Armutsrisiko führen, können wir aber nur durch kräftigeres Engagement aller politischen Ebenen und der Zivilgesellschaft beheben.“

Die Sozialdezernentin des Kreises hatte sich die Arbeitsweise der Tafel Gelnhausen schildern lassen. So sorgten rund 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für einen Sechs-Tage-Betrieb in der Geschäftsstelle in der Barbarossastadt wie auch für wöchentliche Ausgaben der Tafel in Biebergemünd, Brachttal, Freigericht und Gründau. Rund 1.200 Menschen würden darüber mit Lebensmitteln versorgt, wie Claus Witte, Vorsitzender der Tafel Gelnhausen aufzählt. „Dieser unermüdliche Einsatz aller Beteiligten ist schon bemerkenswert und für alle Kundinnen und Kunden eine wertvolle Unterstützung“, erklärte Simmler. Gleichwohl verstehe sie das Dasein der Tafeln, die deutschlandweit mehr und nicht weniger werden, als dauerhaften Ansporn für eine gezieltere und nachhaltige Sozialpolitik vor Ort. Es müsse mehr zum gemeinsamen Ziel werden, den Menschen aus ihrer Situation herauszuhelfen, sie wieder in ein Leben ohne Abhängigkeit von finanzieller und materieller Unterstützung durch Dritte zu führen. Das liege nicht zuletzt im Interesse der Tafeln selbst, die personell vielerorts an Grenzen stoße.

Susanne Simmler und der Vorstand der Tafel Gelnhausen besprachen aktuelle Herausforderungen der Tafel sowie die Möglichkeiten, das Kommunale Center für Arbeit unterstützend heranzuziehen. „Es wäre mir lieber, ich würde irgendwann die Tafel besuchen und sie mit Ihnen gemeinsam aufzulösen, weil ihr Zweck überflüssig geworden ist. Solange das noch nicht geschieht, sollten wir gemeinsam mit unseren Möglichkeiten dafür eintreten, die Lebenssituation der Menschen, die hierherkommen, deutlich zu verbessern“, sagte die Sozialdezernentin abschließend.

Foto: Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler unterhielt sich mit dem Vorstand der Tafel Gelnhausen um Harald Geib, Rolf-Dieter Friedrich, Claus Witte (Vorsitzender), Rolf-Dieter Rieder und Günter Rupietta (von links).

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