Masterplan für mehr Kita-Plätze

Gelnhausen
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Gelnhausen wächst – durch Zuzug und steigende Geburtenzahlen. Deshalb will die Kreisstadt in den nächsten drei Jahren neun Millionen Euro investieren, um die baulichen Voraussetzungen für die Einrichtung neuer Betreuungsplätze zu schaffen.

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Mit dem Kita-Masterplan schnürten Bürgermeister Daniel Christian Glöckner (FDP) und der Magistrat jetzt ein Gesamtpaket, das kurz-, mittel- und langfristige bauliche Maßnahmen und deren Kosten aufzeigt - ebenso wie die steigenden Personalkosten. Der Haupt- und Finanzausschuss wird das Papier in einer gemeinsamen Sitzung mit dem Sozialausschuss in Kürze beraten.

Derzeit fehlen in Gelnhausen 184 Plätze in der Kindertagesbetreuung. Eine Zahl, die schnellstmöglich schrumpfen soll. 20 neue Plätze konnten bereits mit der Eröffnung des neuen Waldkindergartens in Höchst im September geschaffen werden. Im ersten Quartal 2020 kann das zentrale Krippenhaus am Hallenbad, das wegen eines Wasserschadens monatelang nicht zur Verfügung stand und saniert wurde, wieder in Betrieb gehen. Die derzeit auf dem Parkplatz vor dem Krippenhaus in Raummodulen untergebrachten Mädchen und Jungen und die Kinder, die im Dorfgemeinschaftshaus Höchst betreut werden, können wieder zurückziehen in „ihr“ Krippenhaus. Aufgrund der fehlenden Plätze, will die Stadt die Raummodule weiterhin anmieten und auch die Lösung im Gemeinschaftshaus Höchst noch beibehalten. 75 Mädchen und Jungen können an diesen beiden Standorten dann zusätzlich betreut werden. Im April/Mai 2020 wird eine weitere Gruppe im Waldkindergarten Höchst ihren Betrieb aufnehmen. So werden 20 weitere Betreuungsplätze geschaffen.

Ende 2020 stehen der Neubau eines Kindergartens in Haitz an der Mehrzweckhalle mit einer Kapazität von 50 Plätzen und ein Anbau an das bestehende zentrale Krippenhaus am Hallenbad mit der Schaffung von  zwei weiteren Gruppen auf der Agenda. 137 Betreuungsplätze entstehen in der neuen Kindertagesstätte „Am Viadukt“ in Meerholz, für den vor kurzem die Baugenehmigung von der Bauaufsicht des Kreises erteilt wurde. Er soll Ende 2021 fertig sein. Dann ist auch die Rückführung der Plätze aus den Modulen am Krippenhaus und dem Gemeinschaftshaus in Höchst geplant. Langfristig soll die Kita in der Straße der Jugend in Meerholz geschlossen, saniert und etwa 2024 wieder in Betrieb genommen werden. Der Neubau einer weiteren Kita in der Kernstadt ist unter den langfristigen Projekten vermerkt und wird vom Bedarf abhängig sein. Kosten dafür werden aber im Masterplan nicht beziffert. „Wir rechnen zusätzlich zum Abbau des derzeitigen Fehlbedarfes mit einem Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen von 25 pro Jahr“, erläuterte Bürgermeister Daniel Christian Glöckner die Vorlage aus dem Magistrat. Bis Ende 2020 stehen Investitionen von circa drei Millionen Euro zu Buche, bis Ende 2024 sollen es noch einmal sechs Millionen Euro sein. „Natürlich benötigen wir analog zur Schaffung neuer Betreuungsplätze auch zusätzliches Personal. 2020 rechnen wir mit rund 750.000 Euro an Mehrkosten, 2021 mit weiteren 1,475 Millionen und 2022 noch einmal mit 1,177 Millionen Euro. Die Beträge werden in die Haushaltsplanungen 2020 und das Investitionsprogramm aufgenommen, aber wie wir das stemmen sollen, darüber wird noch zu sprechen sein. Es wäre hilfreich, wenn uns der Bund mehr Mittel zur Verfügung stellen würde und die Kommunen nicht mit der gesetzlich verbrieften Mammutaufgabe alleine ließe“, so Glöckner. Mit dem jetzt vom Magistrat vorgelegten Masterplan sei gewährleistet, dass die Stadt dem gesetzlichen Anspruch der Eltern auf die Betreuung ihrer Kinder nachkommen könne.  „Ich wünsche mir, dass die städtischen Gremien in diesen elementaren Fragen bei den bevorstehenden Beratungen an einem Strang ziehen und wir zu einer guten Lösung kommen“, so Glöckner abschließend.  

Foto: Der Magistrat hat einen Kita-Masterplan verabschiedet, der den kurzfristigen Abbau des Fehlbedarfs bei den Tagesbetreuungsplätzen für Kinder vorsieht. Bis 2024 will die Stadt Gelnhausen neun Millionen Euro in die Schaffung der baulichen Voraussetzungen investieren. Foto: Stadt Gelnhausen

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